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Dieselskandal: Union ist der Autobranche hörig

Die Politik knickt ein
Die Autoabgase eines PKWs, aufgenommen am in Hamburg

Markus Scholz/dpa/picture alliance

Der Dieselskandal sollte uns Kunden wachrütteln

Über die Flüchtlinge waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Minis­terpräsident Horst Seehofer im Oktober 2015 zerstritten. Aber als es um die Interessen der Auto­industrie ging, wurde Seehofer geschmeidig. „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela“, beginnt sein Schreiben an Merkel. Sein Ziel: Im Sinne der bayerischen Autohersteller sollte die Kanzlerin Vorgaben für Stickoxidtests aus der EU-Kommission verhindern. Und die CDU-Chefin, die sich gern als Umweltkanzlerin inszeniert, weichte die EU-Ziele auf.

Nils Husmann

Nils Husmann studierte Politikwissenschaft und Journalistik an der Uni Leipzig und Växjö, Schweden. Nach dem Volontariat 2003 bis 2005 bei der "Leipziger Volkszeitung" kam er über ein Praktikum zu chrismon. Seit dem Umzug der Redaktion nach Frankfurt/Main ist er chrismon-Redakteur. Nils Husmann interessiert sich für die Themen Umwelt, Gesellschaft, Sport und - Menschen. Nils Husmann ist Herausgeber des Buches "You'll never walk alone" in der edition chrismon.
Lena Uphoff

Die Union ist der Autobranche hörig. Es ist verlogen, dass sie davon ablenken wollte, indem sie mit dem Finger auf den niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil (SPD) zeigte, der Reden bei VW vorgelegt hatte. Offenbar stehen alle Parteien unter dem Einfluss von Autolobbyisten, nicht einmal die Grünen, wie in Baden-Württemberg klarwird, sind frei davon.  

Es ist peinlich, dass die Hersteller mit einer simplen Verbesserung der Software davonkommen sollen. Im Moment der Vollblamage wittern sie Märkte, bieten Prämien für den Kauf von Neuwagen an. 

Und wir Kunden? Wir müssen aufhören, den Autobauern blind zu vertrauen. Wir müssen uns informieren. Das geht! Seit Jahren zeigt die „VCD Auto-Umweltliste“, welche Modelle sparsam sind. Kleiner Tipp: Dicke SUVs gehören eher nicht dazu   

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