Neue Flüchtlingsstudie der EKD

Herzlich willkommen!
Flüchtling in Grundschule in Mecklenburg

Foto: Andreas Pein / laif

Die Deutschen sind weiterhin hilfsbereit – sagt eine neue Flüchtlingsstudie

Ist die Willkommenskultur am Ende? Das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) fragte nach. Es interviewte im November 2015 sowie im Februar, Mai und August 2016 mal 1000, mal 2000 Personen. Das ­Ergebnis: 85 Prozent der Befragten waren im August 2016 überzeugt, dass Flüchtlinge Menschen in Not sind, die unsere Hilfe brauchen – minimal weniger als im vergangenen Herbst. Im Westen glaubt jeder Dritte, dass Deutschland die Herausforderungen bewältigen wird – im Osten jeder Vierte, Tendenz steigend. Besonders zuversichtlich sind Niedersachsen.

Kontakt zu Flüchtlingen hatten inzwischen zwei Drittel der Befragten; im vergangenen Herbst waren es nicht einmal die Hälfte. Der Anteil derer, die schlechte Erfahrungen machten, nahm bis Mai ab. Auch die Angst vor steigender Kriminalität und radikalisierten Muslimen ist im Sommer gesunken, trotz der Anschläge in Würzburg, München und Ansbach. Die Bereitschaft, sich für Flüchtlinge einzusetzen, etwa durch Spenden, bleibt hoch. Die Umfrage zeige, so das SI: Die Flüchtlinge des vergangenen Jahres sind in Deutschland weiter willkommen.

Information

Studie "Stimmung gegenüber Flüchtlingen in Deutschland“: ekd.de/si

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