"Ich mööch op Pömps noh Kölle jonn."

Foto: Matthias Jung

Warum guckt der bloß so traurig? Weil „Ausgang“ so klingt, als wäre schon bald Aschermittwoch? Weil dieses alte Schwimmbad in Köln-Nippes demnächst abgerissen wird? Weil Männer in Frauenkleidern eigentlich am Damenklo anstehen müssten, aber da ist es immer so voll? Stimmt zwar alles. Und dann doch wieder nicht. Dieser junge Mann ist 60, gibt bei den Rosa Funken mal das Funken­mariechen und mal den Funkenmajor. Ach ja, und schwimmen kann der richtig gut. Hat bei den „Gay Games“, das ist eine Art Olympiade für Lesben und Schwule, eine Goldmedaille geholt. Mit seiner Staffel, zwei Frauen, zwei Männer. Klingt doch alles lus­tig. Aber der Fotograf, der wollte, dass er melancho­lisch guckt. Und dann hat er sein melancholischstes Lied gesummt. „Ich mööch op Pömps noh
Kölle jonn.“ Also mit Pumps nach Köln gehen. Ist auch nicht richtig traurig. Aber das Schwimmbad, das haben sie echt abgerissen inzwischen. Aloha!

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