Denen ist Corona piepegal - und mir kurz auch

Christine Holch
Frankfurt

Ausgerechnet auf meiner Terrasse, im Werkzeugregal direkt neben der Tür, hat eine Amsel ihr Nest gebaut. Die zwei Wochen, die sie brütete (und ich in Quarantäne war), traute ich mich nicht an die frische Luft, die Ämselin guckte dann immer so panisch. Aber vor fünf Tagen sind ihre vier Jungen geschlüpft, die Eltern sind im Fütterstress und haben eine Luftbrücke aufgebaut, flattern quer über die Terrasse und wieder auf die Wiese zum Würmerziehen, da kann ich auch mal ein Foto machen. Mittlerweile sind die Küken auch vorzeigbar, mit Federkielansätzen und Kopfflaum. (Anfangs waren das nur bebende Hautsäcke mit grauem Gekröse drin.) S'Lebbe geht weida.

Wie geht es euch?

In der Coronakrise können wir uns nicht so oft begegnen, wie wir wollen. Neue Menschen kennenlernen? Das muss warten. Darum wollen wir wissen, wie es Ihnen geht. Es kann helfen, wenn wir sehen: Auch andere Menschen machen sich Gedanken, haben Angst, aber auch Hoffnung. Sie erleben schöne Dinge, an denen sie uns teilhaben lassen. Und haben Frust und Ärger, klar - den erleben wir alle in der Krise. Also: Wie geht es Ihnen gerade?

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