Fair gehandelte Weihnachtssterne

Blumen aus Ost-Afrika
Fair gehandelte Weihnachtssterne aus Äthiopien

Foto: Monika Hoegen

Pro Pflanze bekommen die Arbeiterinnen einen Cent extra

Fair gehandelte Weihnachtssterne werden nach Europa eingeflogen. Ist das ökologisch sinnvoll?

Rot-grünes Blattwerk für die Adventszeit und den ganzen Januar: Die Poinsettien gehören zu Weihnachten einfach dazu. Jetzt gibt es sie im Supermarkt erstmals aus Fairem Handel – aus Äthiopien. Die Weihnachtssterne haben nur ihren ersten Lebensabschnitt in Äthiopien verbracht. Dort produziert die Dümmen Orange Group, der weltgrößte Züchter von Jungpflanzen, auf 40 Hektar Gewächshausfläche rund 50 Millionen Setzlinge. Rund sieben Millionen werden wöchentlich nach Europa und in die USA geflogen.

In Gärtnereien hierzulande folgt die Aufzucht. Dümmen beschäftigt 2500 Mitarbeiter in der Hochsaison, die Löhne liegen mit bis zu 200 US-Dollar für Äthiopien relativ hoch. Aus dem Fairen Handel erhalten die Arbeitern zusätzlich eine Prämie von einem Cent pro Setzling. Damit sollen die Arbeiter soziale Projekte finanzieren, die sie selbst bestimmen. Weihnachtssterne aus Äthiopien einzufliegen, sei nicht klimaschädlicher, heißt es bei Fairtrade Deutschland. Die Emissionsbelastung durch das Flugbenzin sei gering. Treibhäuser in Europa zu beheizen, koste deutlich mehr Energie.

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