Jetzt kommt der Frühling - wie viel Natur braucht der Mensch um sich herum

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Jeder braucht jetzt Natur, und zwar am liebsten ganz nah: auf dem Balkon oder im eigenen Garten, sagen 85 Prozent aller Befragten. Wir entgegnen, auch zum Trost für die, die davon nur träumen: Das macht aber auch Arbeit! Einfach auf der Liege liegen und zugucken, wie Narzissus und die Tulipan sich viel schöner anziehen als Salomonis Seide (im Lied von Paul Gerhardt), so läuft das nicht, da muss man erst mal ins Garten­center und dann in die Knie gehen beim Pflanzen und sich wunde Finger holen beim Graben: Und dann kommt auch noch der Maulwurf.

Ein eigener Garten muss sein – diese Überzeugung scheint zu wachsen und zu ge­deihen mit steigendem Einkommen. Und mit der Haushaltsgröße. Wer allein lebt, ist eher mit dem Balkon zufrieden (35 Prozent), wer zu viert in der Wohnung ist, möchte einen Garten (78 Prozent). Da können dann alle helfen beim Unkrautzupfen! „Mir reicht auch ein Balkon“, sagen übrigens im Westen 20 Prozent aller Befragten, im Osten nur sieben, da ist der Garten beliebter – oder eher bezahlbar.