Corona-"Mosaik" des Calmus-Ensembles

Der Klang der Pandemie
Calmus Ensemble

Anne Hornemann

Calmus Ensemble

Calmus Ensemble

"Du kannst dein eignes Leid nicht tragen." David Timms klingender Corona-Klage setzt der 90-jährige Harald Banter pure "Lebensfreude" entgegen. Ob Gründer der WDR-Big-Band oder Chef der Leipziger Uni-Musik: Über 40 Künstler aus aller Welt reagierten auf die Bitte des Calmus-Ensemble, Melodien über, gegen, um die Pandemie zu ersinnen. Die Antworten sang das renommierte A-cappella-Quintett zu einem eindrucksvollen "Mosaik" ein.

Ute Grundmann

Ute Grundmann, Jahrgang 1956, studierte Germanistik und Theaterwissenschaft in Düsseldorf und Köln. Sie war Kulturredakteurin für die "Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung" (NRZ) sowie stellvertretende Chefredakteurin beim "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" in Leipzig. Seit 1995 ist sie als freie Kulturjournalistin tätig.

Ob Altus David Erler mit dem Matthäus-Vers 24,13; ob Carsten Borkowski, der einen "Cartoon" vertont und zeigt – es ist ein hoffnungsvolles Wechselbad für Gehör und Gefühl. Linda Kachelmeier (USA) gab "a small sign of hope", die Griechin Savina Yannatou komponierte "For Anja". Zwischen 50 Sekunden und zwei Minuten dauern die Werke, deren Noten als PDF beigefügt sind. Und immer geht es um die Menschen: Ob Calmus-Sänger Ludwig Böhme um "802" Virus-Tote klagt oder Mathew Rosenblum bittet "Sag ihre Namen".

Noch gibt es "Mosaik" nur im Web, die CD folgt.

 41 Statemens

Leseempfehlung

Audiorezension: "Amarcord & Calmus Ensemble - Leipziger Disputation
Die Leipziger Disputation von 1519 hatte ein musikalisches Rahmenprogramm. Die Leipziger Vokalensemble Amarcord und Calmus haben die Messe aufgenommen

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.