Neu im Kino: Die Starts der Woche vom 8. September

Taste the Waste (D 2011)

Viele, noch haltbare Lebensmittel werden achtlos weggeworfen oder aussortiert. Valentin Thurn analysiert in seinem Dokumentarfilm den Umgang der Industriegesellschaften mit Nahrungsmitteln. Er begleitet Menschen, die aus großen Müllcontainern fachkundig noch genießbare, verpackte Lebensmittel herausfischen, redet mit Supermarktleitern, die die Unverkäuflichkeit mancher Waren vorführen und besucht Großmärkte, Tafeln, Bauernfamilien und Tierfutterfirmen. Der Film versucht die weltökonomische Dimension der Nahrungsproduktion anzureißen, bleibt dabei jedoch etwas oberflächlich. Anschaulicher zeigt er Alternativmodelle der Lebensmittelherstellung und des Konsums.

R, B: Valentin Thurn. Mit: André Foka, Jörn Franck, Roland Schüren, Tony Apfelbaum, Hilaire Tsimi Zoa, Felicitas Schneider, Timothy Jones. L: 88 Min. FSK: o.Al., ff.

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Gerhard Richter – Painting (D 2011)

Der Gegenwartskünstler Gerhard Richter wird während einer schöpferischen Phase von der Kamera begleitet. Dokumentarfilmerin Corinna Belz beobachtet das Anmischen der Farben, das Bespannen der Leinwände, Vorbereitungen von Ausstellungen und begleitet Richter zu Vernissagen nach New York und London. Der Künstler lässt den Zuschauer teilhaben an der Entstehung eines großformatigen abstrakten Gemäldes. Hautnah erlebt der Betrachter, wie auch der Zufall den kreativen Prozess mitprägt. Der Film zeigt in intimen Momenten einen uneitlen Mann, dem das Werk wichtiger ist als der Rummel um seine Person. Dies spürbar zu machen, ist die Stärke dieses im besten Sinne unspektakulären Porträts.

R, B: Corinna Belz. Mit: Gerhard Richter, Norbert Arns, Hubert Becker, Sabine Moritz-Richter. L: 97 Min. FSK: o.Al., ff.

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Berlin - Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld (D 2010)

Alles beginnt am 7. November 1968. Beate Klarfeld verschafft sich Zugang zum CDU-Parteitag, ohrfeigt den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, tituliert ihn als „Nazi“ und fordert seinen Rücktritt. Seine Mitgliedschaft in der NSDAP war bis dahin nur wenigen bekannt. Gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann Serge wird Klarfeld zur erfolgreichen Nazijägerin und Kämpferin für Gerechtigkeit. Hanna Laura Klar nimmt sich viel Zeit für ihre Hauptfigur, die mit großem Selbstbewusstsein ihr Engagement und ihre Beweggründe in jeder Geste spürbar macht. Ohne jede Larmoyanz zeigt der Film auf, wozu der Einzelne imstande sein kann.

R, B: Hanna Laura Klar. Mit: Beate Klarsfeld, Serge Klarsfeld, Arno Klarsfeld, Andrea von Bethmann, Günter Wallraff, Gesine Lötzsch. L: 91 Min.

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