Daniel Brühl in Hollywood: "Die fünfte Gewalt - Inside WikiLeaks"

Die Möglichkeiten und Grenzen radikaler Transparenz, die Defizite der Leistungs-Pädagogik, die schwierige Zeit eines schwulen Jugendlichen sowie tragikomische Franzosen

Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt (USA/Belgien 2013)

Von den ersten Tagen bis zum großen Coup: die Geschichte der Whistleblower-Plattform WikiLeaks. Der Film erzählt aus der Sicht des deutschen Hackers Daniel Domscheit-Berg (Daniel Brühl), der seit 2007 gemeinsam mit Julian Assange (Benedict Cumberbatch) die Internetplattform aufgebaut hat. Über ihn nähert sich der Film dem charismatischen WikiLeaks-Gründer an, der mit seinen manipulativen Fähigkeiten Mitstreiter wie Gegner in Schach hält. Bill Condon setzt auf eine angestrengt coole Optik und versucht durch hektische Schnittfolgen visuell eine Dynamik zu erzeugen, die sich auf der Erzählebene nicht herstellen will.

Regie: Bill Condon. Buch: Josh Singer (nach einem Roman von Daniel Domscheit-Berg). Länge: 128 Min. FBW: besonders wertvoll. Mit: Benedict Cumberbatch, Daniel Brühl, Peter Capaldi, David Thewlis, Anatole Taubman, Alexander Beyer, Philip Bretherton.

http://inside-wikileaks-die-fuenfte-gewalt

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Alphabet (Deutschland/Österreich 2013)

Der Film zur Bildungsdiskussion: Nach den Themen Ernährung („We feed the World“) und Bankenkrise („Let’s Make Money“) beschäftigt sich der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer nun mit den Defiziten einer auf Leistung getrimmten Pädagogik. Wagenhofer beleuchtet die weltweite Konkurrenz in Sachen Bildung und hat lange Interviews mit drei prominenten Bildungskritikern geführt: Ken Robinson, Arno Stern und Gerald Hüther. „Alphabet“ ist als ein kommentarlos bebildertes Moasik montiert, das zum Nachdenken anregt, aber selten über idealistische Lösungen herauskommt.

Regie: Erwin Wagenhofer. Buch: Sabine Kriechbaum, Erwin Wagenhofer. Länge: 109 Minuten. FSK: ohne Altersbeschränkung. FBW: besonders wertvoll. Mit: Ken Robinson, Arno Stern, Gerald Hüther, Andreas Schleicher.

http://www.alphabet-derfilm.at

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Ich fühl mich Disco (Deutschland 2013)

Am liebsten singt Florian (Frithjof Gawenda) zusammen mit seiner Mutter die Songs des Schlagersängers Christian Steiffen nach. Als sie einen schweren Schlaganfall erleidet, muss Flori mit seinem Vater, einem prolligen Schwimmlehrer, auskommen. Als der die Homosexualität seines heranwachsenden Sohnes mitbekommt, müssen die beiden ein neues Verhältnis zueinander finden. Dem jungen Regisseur (und Schauspieler) Axel Ranisch gelang schon mit seinem ersten Langfilm „Dicke Mädchen“ ein Festivalerfolg, jetzt hat er mit leichter Feder und vielen originellen Einfällen einen Film über die schwierige Zeit eines Jugendlichen gedreht, der sich über seine sexuelle Orientierung klar wird.

Regie: Axel Ranisch. Buch: Axel Ranisch. Länge: 95 Minuten. Mit: Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Große, Robert Alexander Baer, Rosa von Praunheim.

http://www.disco-film.de

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Vive la France – Gesprengt wird später (Frankreich 2013)

Zwei Ziegenhirten aus Tabulistan (wo angeblich der Taboulé-Salat erfunden wurde), sollen mit einem gekaperten Flugzeug den Pariser Eiffelturm sprengen – stattdessen erleben die beiden potenziellen Selbstmordattentäter aber eine turbulente Odyssse quer durch die Grande Nation. Die sichtlich an „Borat“ angelehnte Tragikomödie ist nach der Devise inszeniert: „Frankreich ist toll, wären da nicht die Franzosen“ und führt die Bewohner als Betrüger, streiksüchtige Stänkerer und pampige Schnösel vor. Michael Youn („Kochen ist Chefsache“) inszenierte einen turbulenten Schwank, der nach allen Seiten austeilt – und dennoch selten richtig weh tut.

Regie: Michel Youn. Buch: Dominique Gauriaud, Jurij Prette, Michael Youn. Länge; 94 Minuten, FSK: 12, ffr. Mit: José Garcia, Michael Youn, Isabelle Funaro, Ary Abittan.

http://www.vivelafrance-derfilm.de

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