"Gravity": Bullock und Clooney allein in der Schwerelosigkeit des Alls

Zwei Astronauten ohne Raumschiff im Weltall, Douglas verführt Damon, "Amélie" in einer surrealen Zauberwelt, der Traum vom Auswandern im 19. Jahrhundert

Foto: Courtesy of Warner Bros. Picture

Gravity (USA/GB 2013)

Die brillante Wissenschaftlerin Ryan Stone (Sandra Bullock) befindet sich auf ihrer ersten Weltraummission. Begleitet wird sie vom erfahrenen Astronaut Matt Kowalski (George Clooney), der ihre Anspannung charmant zu lockern versucht. Während der Routinearbeiten außerhalb des Space Shuttles werden die beiden vom Trümmersturm eines explodierten Satelliten überrascht, der sie in die Weite des Alls schleudert. Völlig auf sich gestellt, ohne Kontakt zur Erde, besteht ihre einzige Chance darin, die nächste Raumstation zu erreichen. In atemberaubenden Bildern inszeniert Alfonso Cuarón („Harry Potter und der Gefangene von Askaban“) einen verzweifelten Überlebenskampf in der Schwerelosigkeit des Alls und findet dabei die perfekte Mischung aus visuellem Spektakel und menschlichem Drama.

Regie: Alfonso Cuarón. Drehbuch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón. Mit: Sandra Bullock, George Clooney. Länge: 90 Minuten. FSK: ab 12 Jahre.

http://gravitymovie.warnerbros.com/

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Liberace (USA 2013)

Steven Soderbergh erzählt aus dem Leben des exzentrischen Pianisten Liberace (Michael Douglas), der in den 70ern für seine pompös-kitschigen Shows berühmt wurde. Nach einem Auftritt lernt der Star den gut 30 Jahre jüngeren Scott (Matt Damon) kennen, einen etwas einsamen Tierpfleger vom Land. Der Entertainer findet sofort Gefallen an seinem gutaussehenden Bewunderer und überredet ihn, als persönlicher Assistent mit in sein luxuriöses Anwesen zu ziehen. Abgeschottet von der prüden Außenwelt, in der Homosexualität noch ein Tabuthema ist, entwickelt sich eine enge Abhängigkeitsbeziehung zwischen den beiden Männern. Eine mit viel Gefühl und Witz inszenierte Tragikomödie um einen facettenreichen Mann und sein tragisches Schicksal.

Regie: Steven Soderbergh. Drehbuch: Richard LaGravenese. Mit: Michael Douglas, Matt Damon, Scott Bakula, Rob Lowe, Dan Aykroyd, Randy Lowell, Tom Roach. Länge: 118 Minuten. FSK: ab 6 Jahre.

http://dcmworld.com/distribution/?p=991

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Der Schaum der Tage (Frankreich/Belgien 2013)

Michel Gondry bringt die skurrile Fantasiewelt aus Boris Vians Kultroman mit viel Einfallsreichtum auf die Leinwand. Im Mittelpunkt steht der wohlhabende Colin, ein sanftmütiger Tagträumer und Jazzliebhaber, dem zum großen Glück nur noch die Liebe fehlt. Als er die hübsche Chloé (Audrey Tautou) kennenlernt, scheint das Leben perfekt, die beiden schweben buchstäblich auf Wolke sieben und feiern bald ein rauschendes Hochzeitsfest. Die surreale Zauberwelt, in der das Liebespaar lebt, nimmt jedoch düster-groteske Züge an, als sich herausstellt, dass Chloé an einer seltsamen Krankheit leidet, die die Ärzte ratlos lässt. Gekonnt erschafft Gondry ein faszinierendes, vor visuellen Kuriositäten überbordendes Universum, das die berührende Emotionalität der Vorlage jedoch etwas untergehen lässt.

Regie: Michel Gondry. Drehbuch: Michel Gondry, Luc Bossi (nach einem Roman von Boris Vian). Mit: Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh, Omar Sy. Länge: 125 Minuten. FSK: ab 12 Jahre.

http://www.derschaumdertage.de/

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Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht (Deutschland/Frankreich 2013)

In seinen drei „Heimat“-Filmreihen beschäftigte Edgar Reitz sich bereits mit der deutschen Vergangenheit, nun geht das Familienepos in die vierte Runde. Mitte des 19. Jahrhunderts ist Deutschland von einer Auswanderungswelle betroffen: Hungersnöte, frostige Winter und die autoritäte Obrigkeit veranlassen die Menschen im Hunsrück, das Land zu verlassen, um ihr Glück anderswo zu probieren. Auch den Handwerkerssohn Jakob hat das Fernweh. Doch sein eigenes Zaudern sowie äußere Umstände rücken seine Auswanderungspläne immer wieder in die Ferne. Mit weiten Landschaftsaufnahmen und viel Liebe fürs Detail gelingt Reitz eine faszinierende Momentaufnahme und Sozialstudie des dörflichen Lebens, die zum Nachdenken über unsere heutige Welt und unseren Heimatbegriff anregt.

Regie: Edgar Reitz. Drehbuch: Gert Heidenreich, Edgar Reitz. Mit: Jan Dieter Schneider, Antonia Bill, Maximilian Scheidt, Marita Breuer, Rüdiger Kriese, Philine Lembeck, Mélanie Fouché. Länge: 230 Minuten. FSK: ab 6 Jahre.

http://www.die-andere-heimat.de/

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