"Exit Marrakech": Caroline Link nach "Nirgendwo in Afrika" in Marokko

Caroline Links Vater-Sohn-Geschichte in Marokko, Aufarbeitung einer Kommunen- Kindheit, Mecklenburgische Lebensgeschichten, Statistiken aller Art

Filmszene aus Exit Marrakech - Foto: Studiocanal

Exit Marrakech (Deutschland/Frankreich 2013)

Der junge Ben, der in einem Internat aufwächst, kommt in den großen Ferien nach Marrakech, wo sein Vater bei einem Theaterfestival inszeniert. Bens Eltern sind getrennt, Vater Heinrich hat eine neue Familie. Zuerst ist Ben ziemlich angeödet als Tourist, dann wagt er den Ausbruch, lernt eine Marokkanerin kennen, geht mit ihr in die Berge. Wo Heinrich ihn nach langer Suche findet. Die beiden müssen sich zusammenraufen auf ihrem Weg zurück. Mit „Exit Marrakech“ gelang Caroline Link, die 2003 den Auslands-Oscar für „Nirgendwo in Afrika“ gewann, eine differenzierte Vater-Sohn-Geschichte, die ohne Postkartenidyllen auskommt.

R, B: Caroline Link. P: Peter Herrmann. K: Bella Halben. Sch: Patricia Rommel. M: Niki Reiser. A: Susann Bieling. Pg: Desert Flower. V: Studiocanal. L: 122 Min. FSK: 6, ff. Da: Ulrich Tukur, Samuel Schneider, Hafsia Herzi, Marie-Lou Sellem, Josef Bierbichler.

http://www.exitmarrakech.de/

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Meine keine Familie (Österreich 2012)

Anfang der 70er Jahre galt die vom Wiener Aktionisten Otto Mühl ins Leben gerufene Kommune auf dem Friedrichshof als die größte Europas. Regisseur Paul-Julien Robert wurde dort in eine Gesellschaft hineingeboren, die ein utopisches Leben nach den Prinzipien der freien Sexualität, dem gemeinsamen Eigentum und dem kollektiven Kinderaufwachsen führte. In „Meine keine Familie“ begibt er sich auf die Reise in die eigene Vergangenheit und arbeitet ausgehend von Archivmaterialien einen Systementwurf auf, der nach der Verurteilung seines Gründers wegen Unzucht mit Unmündigen bis heute kontrovers diskutiert wird.

Regie: Paul-Julien Robert. Buch: Paul-Julien Robert. Mit: Walter Cikan, Marnix Veenenbos. Länge: 93 Minuten. FSK: ab 12 Jahre.

http://www.meinekeinefamilie.at

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Am Ende der Milchstraße (Deutschland 2012)

Ein abgelegenes Dorf in den Weiten Mecklenburgs. Die Bewohner leben am Existenzminimum, ihr Alltag ist geprägt von Perspektiv- und Langzeitarbeitslosigkeit, Erinnerungen und Verlust. Doch der 50-Seelen-Ort hält zusammen und gestaltet seine Umwelt jenseits jeglichen Aufschwungs und Fortschritts Tag für Tag aufs Neue. Zwischen blühenden Landschaften sind Nachbarschaftshilfe, Tauschwirtschaft und Selbstversorgung bewährte Überlebensstrategien. Leopold Grün und Dirk Uhlig blicken neugierig auf die Gemeinschaft und stellen eine berührende Sammlung von Lebensgeschichten zusammen.

Regie: Leopold Grün, Dirk Uhlig. Buch: Benny Drechsel, Karsten Stöter. Länge: 97 Minuten. FSK: ab 6 Jahre.

https://www.facebook.com/amendedermilchstrasse.film

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Freakonomics (USA 2010)

Wirkt sich der Name eines Menschen auf seine Erfolgschancen aus? Wie viele japanische Sumo-Ringer sind korrupt? Führt mehr Polizei zu weniger Kriminalität? Und warum wohnen Drogenhändler bei ihren Müttern? Krude, genial, exzentrisch, auf jeden Fall in aller Munde: Kein Sachbuch sorgte 2005 in den Vereinigten Staaten für mehr Gesprächsstoff als Steven D. Levitts und Stephen J. Dubners „Freakonomics“, in dem Statistiken aller Art auf verkaufsträchtige Weise ausgewertet wurden. Verschiedene Regisseure nahmen sich vier dieser Themen an und bereiteten diese in flotter Erzählweise für die Kinoleinwand auf.

Regie, Buch: Heidi Ewing, Alex Gibney, Seth Gordon, Rachel Grady. Mit: Steven D. Levitt, Stephen J. Dubner, Zoe Sloane, Jade Viggiano. Länge: 93 Minuten. FSK: ab 6 Jahre.

http://freakonomics.com

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