Liebesdrama im 50er-Jahre-Setting

Filmtipps der Woche: Verbotene Liebe, verpasstes Glück
Carol, Die Kinder des Fechters, Madame Bovary, Unsere kleine Schwester

Carol (Großbritannien/USA/Frankreich 2015)

In einer Rückblende wird von der verbotenen Liebesaffäre zwischen Upper-Class-Lady Carol (Cate Blanchett) und der jungen Verkäuferin Therese (Rooney Mara) im  New York der 50er Jahre erzählt. Das anfängliche Glück zerbricht unter dem moralischen Druck, dem sich die von ihrem Mann getrennt lebende Carol im Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Tochter ausgesetzt sieht, und Thereses gekränkte Gefühle lassen sie bis in die Gegenwart nicht los. Todd Haynes‘ Gesellschaftsdrama überführt gekonnt einen aktuellen Diskurs in das kühl-elegante Setting der 50er Jahre.

Regie: Todd Haynes. Buch: Phyllis Nagy (nach Patricia Highsmith). Mit: Cate Blanchett, Rooney Mara. Länge: 118 Min. FSK: ab 6 Jahre.

Eine ausführliche Filmkritik zu "Carol" lesen Sie bei epd-film.

dcmworld.com/portfolio/carol/

Die Kinder des Fechters (Estland/Finnland/Deutschland 2015)

Estland, Anfang der fünfziger Jahre: Auf der Flucht vor Stalins Geheimpolizei taucht Endel in einer Kleinstadt unter, wo er als Sportlehrer angestellt wird. Die Einführung des Fechtsports gewinnt ihm  unter Schülern wie Eltern Anerkennung. Bei einem nationalen Fechtturnier in Leningrad muss Endel sich seiner Vergangenheit stellen. Basierend auf der Lebensgeschichte von Endel Nelis (1925-1993) wird eine klassische Lehrer-Schüler-Geschichte inszeniert, die trotz ihrer Vorhersehbarkeit mit viel Wärme punktet.

Regie: Klaus Härö. Buch: Anna Heinämaa. Mit: Märt Avandi, Ursula Ratasepp, Lembit Ulfsak. Länge: 93 Min. FSK: ab 0 Jahre.

Eine ausführliche Filmkritik zu "Die Kinder des Fechters" lesen Sie bei epd-film.

www.zorrofilm.de/index.php?id=149

Madame Bovary (Deutschland/Belgien/USA 2014)

Sophie Barthes versucht sich an einer Neuverfilmung von Gustave Flauberts berühmter Geschichte um die junge Emma (Mia Wasikowska), die im 19. Jahrhundert mit dem Landarzt Charles Bovary verheiratet wird und sich im bürgerlichen Ehealltag gefangen sieht. Im Aufbegehren gegen ihr fremdbestimmtes Schicksal flüchtet sie sich in Affären. Der Film von Sophie Barthes ist nicht der erste, der die Komplexität und Tiefe der berühmten Romanvorlage verfehlt. Sehenswert machen ihn aber die schauspielerische Leistung von Mia Wasikowska und die schönen Bilder.

Regie: Sophie Barthes. Buch: Felipe Marino, Sophie Barthes. Mit: Mia Wasikowska, Paul Giamatti, Ezra Miller. Länge: 118 Min. FSK: ab 6 Jahre.

Eine ausführliche Filmkritik zu "Madame Bovary" lesen Sie bei epd-film.

www.warnerbros.de/kino/madame_bovary.html

Unsere kleine Schwester (Japan 2015)

Drei zusammenlebende Schwestern lernen auf der Beerdigung ihres Vaters ihre dreizehnjährige Halbschwester Suzu kennen und laden sie ein, bei ihnen zu leben. Suzus Anwesenheit leitet bei den anderen jungen Frauen einen Bewusstseinsprozess ein, alte familiäre Konflikte werden im geschwisterlichen Alltag sanft bearbeitet. In dem auf einem Manga  basierenden Film treiben scheinbar banale Verrichtungen und beiläufige Gespräche die Geschichte voran  – begleitet von einer beinahe schwerelosen Kamera.

Regie, Buch: Hirokazu Koreeda. Mit: Haruka Ayase, Masami Nagasawa, Kaho, Suzu Hirose. Länge: 127 Min. FSK: ab 0 Jahre.

Eine ausführliche Filmkritik zu "Unsere kleine Schwester" lesen Sie bei epd-film.

www.pandorafilm.de/filme/unsere-kleine-schwester.html

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