Jason Bourne ist zurück

Filmtipps der Woche: Mit dem realen Weltgeschehen verwoben
Jason Bourne, Genius: Die tausend Seiten einer Freundschaft, Willkommen im Hotel Mama, Barbershop: The Next Cut

Jason Bourne (USA 2016)

Weil der Geheimagent mit geheimnisvoller Identität Jason Bourne im vergangenen Jahrzehnt das Actiongenre nachhaltig veränderte und prägte, waren die Erwartungen hoch an die Rückkehr von Matt Damon und seinem Lieblingsregisseur Paul Greengrass. Doch trotz aller Bemühungen, abermals die Realität des Weltgeschehens in die Geheimdienstgeschichte zu verweben, und der noch immer unruhigen Handkamera, fehlt dem neuen Film die bezwingende, dichte Spannung der früheren Actionthriller. Daran ändern auch ein solider Damon, eine reizvolle Rolle für Alicia Vikander und jede Menge internationaler Schauplätze nichts. 

© Universal Pictures

R: Paul Greengrass. B: Paul Greengrass, Christopher Rouse. D: Matt Damon, Alicia Vikander, Julia Stiles, Tommy Lee Jones, Riz Ahmed, Vincent Cassel. L: 123 min. (epd)

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Genius: Die tausend Seiten einer Freundschaft (Großbritannien/USA 2016)

Der britische Theaterregisseur Michael Grandage verfilmt eine Legende aus der Literaturgeschichte: Die des Lektors Max Perkins (Colin Firth), der das überbordende Talent des Schriftstellers Thomas Wolfe (Jude Law) in die berühmten Bücher „Schau heimwärts, Engel“ und „Of Time and the River“ zu formen wusste. Mit F. Scott Fitzgerald (Guy Pearce) und Ernest Hemingway (Dominic West) treten weitere „Schützlinge“ von Perkins in Erscheinung, trotzdem gelingt es dem Film nicht ganz, der Lektoratsgeschichte filmisches Leben einzuhauchen. Was auch daran liegt, dass mit Laura Linney als Perkins‘ duldsamer Ehefrau und Nicole Kidman als Wolfes Geliebter den Frauen wenig mehr als Dekorationsrollen im Männerfreundschaftsdrama eingeräumt werden.

© Wild Bunch

R: Michael Grandage. B: John Logan. D: Colin Firth, Jude Law, Nicole Kidman, Laura Linney, Guy Pearce, Dominic West. L: 104 min. FSK: Freigegeben ab 6 Jahren. (epd)

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Willkommen im Hotel Mama (Frankreich 2016)

Die 40-jährige Stéphanie (Alexandra Lamy) hat ihr Architekturbüro nach der Insolvenz eines Großkunden verloren. Nun steht sie ohne Geld und ohne Job da – und zieht zurück in die Stadt ihrer Kindheit, wo ihre Mutter Jacqueline (Josiane Balasko) noch immer lebt. Die Rückkehr der Tochter bringt nun aber auch das Leben der Mutter gehörig durcheinander, während die da gebliebenen Geschwister auf ihre Weise versuchen, die Rückkehr der „Gescheiterten“ für sich auszunutzen. Éric Lavaines Familienkomödie will den Finger in die Wunden eines von wirtschaftlichen Krisen geschüttelten Europas legen, nutzt die aktuellen Bezüge aber mehr als Vorwand für Gags und ein unvermeidliches Happy-end. 

© Alamode

R & B: Éric Lavaine. D: Josiane Balasko, Alexandra Lamy, Mathilde Seigner, Pascal Demolon, Philippe Lefebvre, Jérôme Commandeur, Cécile Rebboah. L: 97 min. FSK: ohne Altersbeschränkung. (epd)

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Barbershop: The Next Cut (USA 2016)

In der dritten Folge des „Barbershop“-Franchises schlüpft Rapper Ice Cube erneut in die Rolle des Barbiers Calvin, der seinen Friseurladen in der berüchtigten „South Side“ von Chicago hat. Dass inzwischen Angie (Regina Hall) mit ihrem Beauty Salon bei ihm eingezogen ist, sorgt dafür, dass nun der Frauenanteil in den temperamentvollen Diskussionen um Sex, Politik und Alltag nicht zu kurz kommt. Hochkarätig besetzt mit Rapper-Größen wie Common thematisiert der Film in dramatischer und zugleich komödiantischer Form die Probleme und Bedrohungen der schwarzen Community und ihrer Identität im Amerika von heute.

© Warner Bros.

R: Malcolm D. Lee. B: Kenya Barris, Tracy Oliver, Mark Brown. D: Ice Cube, Regina Hall, Cedric the Entertainer, Eve, Nicki Minaj, Common, J.B. Smoove, Anthony Anderson. Länge: 111 min.

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