Filmtipps von epd Film: The Lost City, Die wundersame Welt des Louis Wain, Haute Couture, In den besten Händen

Abenteueramateure und Katzenmaler
The lost city

2022 Paramount Pictures.

The lost city

The Lost City – Das Geheimnis der verborgenen Stadt (USA 2022)

Loretta Sage (Sandra Bullock) ist eine demotivierte Schmonzetten-Autorin, die widerwillig auf Promotiontour mit Covermodell Alan (Channing Tatum) geht. Auf einmal wird sie von einem exzentrischen Milliardär (Daniel Radcliffe) entführt, damit sie ihn zum Schatz führt, den sie in ihrem neuen Buch beschreibt. Also findet sich Loretta auf einmal höchst real im Dschungel wieder und es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd, bei der Alan eher unerfolgreich versucht, ihr beizustehen und sich als Held zu beweisen. Ohne Anspruch auf tieferen Sinn, macht der Film einfach nur Spaß und schafft es sogar gekonnt, Rollen- und Geschlechterklischees aufs Korn zu nehmen.

© Paramount Pictures

USA 2022. Regie: Aaron Nee, Adam Nee. Buch: Oren Uziel, Dana Fox, Aaron Nee, Adam Nee. Mit: Sandra Bullock, Channing Tatum, Brad Pitt, Daniel Radcliffe, Da'Vine Joy Randolph. Länge: 112 Min. FSK: 12, ff. FBW: ohne Angabe.

Die wundersame Welt des Louis Wain (Großbritannien 2020)

Der freischaffende britische Zeichner Louis Wain (Benedict Cumberbatch) muss nach dem Tod seines Vaters allein für den Unterhalt seiner Mutter und seiner Schwestern sorgen. Schließlich kann er mit seinen Zeichnungen von Katzen überzeugen und wird vom Herausgeber der Illustrated London News angestellt. Gleichzeitig verliebt er sich in Emily Richardson (Claire Foy), der neuen Gouvernante seiner Schwester, was aufgrund von Alters- und Standesunterschieden für Unmut sorgt. Die Filmbiografie zeigt sich unkonventionell und überzeugt durch Verspieltheit und Künstlichkeit.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Studiocanal

Regie: Will Sharpe. Buch: Simon Stephenson, Will Sharpe. Mit: Benedict Cumberbatch, Claire Foy, Andrea Riseborough, Toby Jones, Stacy Martin. Länge: 111 Min. FSK: 12, ff. FBW: ohne Angabe.

Haute Couture – Die Schönheit der Geste (Frankreich 2021)

Zwei Welten prallen in der Haute Couture, der gehobenen Schneiderei von Paris, aufeinander: Die harsche, kurz vor der Rente stehende Direktorin Esther und die aus den einfachen Banlieues kommende Jade, die es mit ihrem Mut und ihrer Schlagfertigkeit jedoch schafft, bei Esther in die Lehre gehen zu können. Es beginnt ein giftiger, aber produktiver Schlagabtausch über die Erschaffung von Schönheit. Dabei verbindet die Tragikomödie eine Erzählung über untergehende Handwerkskünste mit einem spannenden Frauendrama über weibliche Selbstermächtigung.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Happy Entertainment

Regie: Sylvie Ohayon. Buch: Sylvie Ohayon, Sylvie Verheyde. Mit: Nathalie Baye, Lyna Khoudri, Pascale Arbillot, Claude Perron, Soumaye Bocoum. Länge: 100 Min. FSK: 12, ff. FBW: Ohne Angabe.

In den besten Händen (Frankreich 2021)

Nach einem Streit mit ihrer Partnerin stürzt Raphaela (Valeria Bruni-Tedeschi), bricht sich den Arm und landet unversehens in einer Pariser Notaufnahme. In dieser landen auch immer mehr Demonstrierende, die sich bei den draußen tobenden Gelbwesten-Protesten verletzt haben. So kommt schließlich der wütende LKW-Fahrer Yann (Pio Marmaï) zu Raphaela ins Zimmer. Im Laufe der Nacht entwickelt sich zwischen den beiden ein heftig geführter Austausch, bei denen Vorurteile und Klassenunterschiede aufeinanderprallen. Die französische Regisseurin Catherine Corsini verpackt Gesellschaftskritik in eine temporeiche Komödie.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Alamode Film

Regie: Catherine Corsini. Buch: Sean Baker, Chris Bergoch. Mit: Valeria Bruni Tedeschi, Marina Foïs, Pio Marmaï, Aïssatou Diallo Sagna, Jean-Louis Coulloc’h. Länge: 99 Min. FSK: 12, ff. FBW: ohne Angabe.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.