Filmtipps der Woche: Sommer 85, Die Croods, The Nest, Bad Luck Banging

Steinzeit, Sommerliebe, Lebenslügen
Sommer 85

Wild Bunch Germany

Sommer 85

Sommer 85 (Frankreich 2020)

In Rückblenden erzählt der französische Regisseur Francois Ozon in seinem 19. Film die Geschichte eines Coming-Out und einer verheerenden Enttäuschung. Als der 16-jährige Alex mit seinem Boot in einen Sturm gerät, rettet ihn der ältere David. Die beiden werden ein Paar, doch eine seltsame Todessehnsucht schleicht sich in ihre Beziehung, die am Ende des Sommers ihren Höhepunkt finden wird. Ozon erzählt eine scheinbar leichte Sommergeschichte mit tragischem Ausgang.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Wild Bunch

Regie und Buch: Francois Ozon (nach einem Roman von Aidan Chambers). Mit: Félix Lefebvre, Benjamin Voisin, Valeria Bruni-Tedeschi, Melvil Poupaud. Länge: 100 Min. FSK: 12,ffr. FBW: ohne Angabe.

 

Die Croods – Alles auf Anfang (USA 2019)

Auf ihren Streifzügen stößt die Steinzeitfamilie Crood auf eine paradiesische Gegend, mit einem Garten voller Obst und Gemüse. Doch sie müssen feststellen, dass ihr neues Paradies schon besetzt ist: von der Familie Bessermann. Die lebt in einem Baumhaus mit allen möglichen Extras, sogar eine Toilette mit Wasserspülung gibt es, und ist gewissermaßen schon in der Moderne angekommen. Doch das Paradies ist bedroht, und die beiden Familien müssen sich zusammenraufen. Die Fortsetzung des erfolgreichen Animationsfilms von 2013 wartet wieder mit furiosen Actionszenen und einem bonbonbunten Look auf – solides Family Entertainment.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Universal Pictures

Regie: Joel Crawford. Buch: Kevin Hageman, Dan Hageman, Paul Fisher, Bob Logan. Stimmen der deutschen Fassung: Uwe Ochsenknecht, Kostja Ullman, Janin Reinhardt, Arianne Borbach. Länge: 95 Min. FSK: ohne Altersbeschränkung, ffr. FBW: besonders wertvoll.

 

Bad Luck Banging or Loony Porn (Rumänien 2021)

Ein ins Netz gestellter Amateurporno ist der Ausgangspunkt für die bittere Gesellschaftssatire des rumänischen Regisseurs Radu Jude. Die Lehrerin Emi, die sich mit ihrem Mann filmte, irrt durch die Straßen Bukarests, erlebt rücksichtslose Autofahrer und Kämpfe an der Supermarktkasse, bis sie sich im letzten Teil des Films einem Tribunal aufgebrachter Eltern stellen muss. Den Mittelteil seines Films nutzt Jude für einen polemischen Essay zur Geschichte und Gegenwart Rumäniens. Das experimentelle Triptychon gewann auf der Berlinale Anfang des Jahres den Goldenen Bären. Film des Monats der Jury der Evangelischen Filmarbeit.

Interview mit Regisseur Radu Jude bei epd Film.

© Neue Visionen Filmverleih

Regie und Buch: Radu Jude. Mit: Katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Malai, Nicodim Ungurean, Andi Vasluianu. Länge: 106 Min. FSK: ab 18, ffr. FBW: ohne Angabe.

 

The Nest – Alles zu haben ist nie genug (Großbritannien/Frankreich 2020)

Rory (Jude Law), ein ehrgeiziger Unternehmer, überredet seine amerikanische Frau und seine Kinder, die Annehmlichkeiten der amerikanischen Vorstadt zu verlassen und in den 1980er Jahren in sein Heimatland England zurückzukehren. Doch das neue Leben im alten Herrenhaus wendet sich für die Familie zum Schlechten. Denn es treten nicht nur berufliche Hindernisse auf, mehr und mehr werden auch die privaten Lebenslügen offenbar. Regisseur Sean Durkin wurde mit "Martha Marcy May Marlene" (2011) bekannt.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Ascot Elite

Regie und Buch: Sean Durkin. Mit: Jude Law, Carrie Coon, Anne Reidm Oona Roche, Charlie Shotwell. Länge: 107 Min. FSK: 12, ffr.  FBW: ohne Angabe.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.