Filmtipps der Woche: Martin Eden, Tides, Candyman, The Father

Schriftstellerleben, Vaterliebe, Überlebenskampf
Martin Eden

piffl medien / Francesca Errichiello

Martin Eden

Martin Eden (Italien/Frankreich/Deutschland 2019)

Die Liebe zur großbürgerlichen Elena (Jessica Cressy) gibt den Impuls: Der Matrose Martin Eden (Luca Marinelli) möchte sein einfaches Arbeiterleben hinter sich lassen und Schriftsteller werden. Doch dem Autodidakten schlägt zunächst nur Skepsis entgegen. Das Filmdrama um die Konfrontation unterschiedlicher gesellschaftlicher Klassen ist eine Adaption von Jack Londons gleichnamigem Bildungsroman und der erste Spielfilm des Dokumentaristen Pietro Marcello. Dieser interpretiert die Vorlage sehr frei und verwebt sie fulminant mit verschiedensten politischen Prozessen des 20. Jahrhunderts.

Ausführliche Kritik bei epd Film. 

© Piffl Medien

Regie: Pietro Marcello. Buch: Maurizio Braucci, Pietro Marcello. Mit: Luca Marinelli, Jessica Cressy, Denise Sardisco, Vincenzo Nemolato. Länge: 129 Minuten. FSK: ab 6 Jahren. FBW: Keine Angabe.

 

Candyman (USA 2020)

Noch immer kursiert in der ehemaligen Sozialwohnsiedlung Cabrini Green die Legende von Candyman, dem grausamen Killer mit der Hakenhand. Als der junge Künstler Anthony (Yahya Abdul-Mateen II) ins Viertel zieht, ist er fasziniert von der Geschichte und erweckt das totgeglaubte Grauen ungewollt zu neuem Leben. Oscar-Gewinner Jordan Peele ("Get Out") produzierte zusammen mit Regisseurin Nia DaCosta eine Fortsetzung des Klassikers "Candyman’s Fluch". Dabei verknüpfen sie auf intelligente Weise das Horrorgenre mit einer kritischen Auseinandersetzung über Gewalt und Rassismus.

© Universal Pictures

Regie: Nia DaCosta. Buch: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Nia DaCosta. Mit: Yahya Abdul-Mateen II, Teyonah Parris, Nathan Stewart-Jarrett, Colman Domingo. Länge: 91 Minuten. FSK: ab 16 Jahren. FBW: Keine Angabe.

 

Tides (Deutschland/Schweiz 2021)

Nach einer Umweltkatastrophe hat sich ein kleiner Teil der Menschheit auf den Planeten Kepler gerettet. Eine Mission soll feststellen, ob wieder Leben auf der Erde möglich ist. Doch nur die Wissenschaftlerin Louise Blake (Nora Arnezeder) überlebt die Landung. Damit beginnt ein Überlebenskampf, in dem Blake auch ganz persönliche Entscheidungen treffen muss. Mit monumentalen Bildern schafft der Schweizer Regisseur Tim Fehlbaum, der in "Hell" bereits den Hitzekollaps der Erde in Szene gesetzt hatte, einen postapokalyptischen Science-Fiction-Film, der den Vergleich mit Hollywood nicht scheuen muss.

Ausführliche Kritik bei epd Film. 

englisch © Constantin Film

Regie: Tim Fehlbaum. Buch: Mariko Minoguchi, Tim Fehlbaum. Mit: Nora Arnezeder, Iain Glen, Sarah-Sofie Boussnina, Sope Dirisu. Länge: 104 Minuten. FSK: ab 12 Jahren. FBW: Besonders wertvoll.

 

 

The Father (Großbritannien 2020)

Trotz fortschreitender Demenzerkrankung beharrt Anthony (Anthony Hopkins) darauf, in seiner Wohnung zu bleiben. Die Sorgen seiner Tochter Anne (Olivia Corman) werden immer größer. Und nach und nach kommen auch bei Anthony, der eigentlich ein lebenserfahrener und stolzer Mensch ist, Zweifel am eigenen Verstand. Bühnenautor Florian Zeller schafft ein bewegendes Filmdrama, das ganz ohne Sentimentalität auskommt. Mit brillanten Schauspielern, allen voran Anthony Hopkins, der für seine Darstellung mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

Ausführliche Kritik bei epd Film. 

© Tobis Film

Regie: Florian Zeller. Buch: Christopher Hampton, Florian Zeller. Mit: Anthony Hopkins, Olivia Colman, Rufus Sewell, Imogen Poots. Länge: 97 Min. FSK: ab 6 Jahren. FBW: Keine Angabe.

"The Father" ist Film des Monats der Evangelischen Filmjury.     

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