Filmtipps der Woche: The Last Duel, Résistance, Supernova, Dear Future Childern

Ritterrauferei, Partisanenpantomime, Demenzdrama
The last duel

The Walt Disney Company Germany GmbH

The last duel

The Last Duel (USA/Großbritannien 2021)

Paris, 29. Dezember 1386. Der Ritter Jean de Carrouges (Matt Damon) klagt seinen alten Weggefährten Jacques Le Gris (Adam Driver) an, seine Frau Marguerite (Jodie Comer) vergewaltigt zu haben. Da Le Gris den Vorwurf jedoch bestreitet, soll ein Duell nun darüber entscheiden, wer recht hat. Die wahren Hintergründe des Ritterdramas sind erstaunlich gut belegt und zeigen Parallelen zu heutigen MeToo-Fällen. Mithilfe der Drehbuchautoren Nicole Holofcener, Ben Affleck und Matt Damon schafft Regisseur Ridley Scott so einen Abenteuerfilm, der erstaunlichen Anspruch mitbringt und zum Nachdenken anregt.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© 20th Century Studios

Regie: Ridley Scott. Buch: Nicole Holofcener, Ben Affleck, Matt Damon. Mit: Jodie Comer, Matt Damon, Ben Affleck, Adam Driver, Martin Csokas. Länge: 152 Min. FSK: ab 16. FBW: Keine Angabe.

 

Résistance – Widerstand (USA 2019)

Marcel Marceau (Jesse Eisenberg) hat sein Leben der Pantomime verschrieben und kann damit vor allem Kinder begeistern. Um das Herz der politisch engagierten Emma (Clémence Poésy) zu gewinnen, schließt er sich während des Zweiten Weltkriegs dem französischen Widerstand an und hilft mit, 123 jüdische Waisenkinder vor den Nazis und ihrem kaltblütigen Obersturmführer Klaus Barbie (Matthias Schweighöfer) zu retten. Damit erzählt der Film die bewegende und bislang eher unbekannte Geschichte des später berühmt gewordenen Marceau, der es mit seiner Kunst schaffte, den Kindern zumindest ein wenig vom Schrecken des Krieges zu nehmen.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Warner Bros. Pictures

Regie und Buch: Jonathan Jakubowicz. Mit: Jesse Eisenberg, Clémence Poésy, Ed Harris, Matthias Schweighöfer, Karl Markovics. Länge: 122 Min. FSK: ab 12. FBW: Besonders wertvoll.

 

Supernova (Großbritannien 2020)

Sam (Colin Firth) und Tusker (Stanley Tucci) sind seit 20 Jahren ein glückliches Paar. Dann wird bei Tusker jedoch eine frühzeitige Demenz festgestellt. Gemeinsam begeben sich die beiden in einem Wohnmobil auf eine letzte Reise zu Freunden, Familie und wichtigen Orten der Vergangenheit. Dabei wird sowohl die Liebe der beiden zueinander deutlich als auch die Konflikte, die die Krankheit und der Umgang mit ihr unweigerlich mit sich bringen. Ohne größere Sentimentalitäten aber dennoch mit viel Emotion entwickelt der bislang eher als Schauspieler aktive Harry Macqueen ein leises Drama, bei dem Colin Firth und Stanley Tucci als liebevolles Paar brillieren.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Weltkino

Regie und Buch: Harry Macqueen. Mit: Colin Firth, Stanley Tucci, Pippa Haywood, Peter Macqueen, Nina Marlin. Länge: 95 Min. FSK: ab 12. FBW: Keine Angabe.

 

Dear Future Children (Deutschland/Großbritannien/Österreich 2020)

Drei junge Frauen kämpfen in ihren Ländern gegen den Klimawandel und für gerechtere soziale Verteilung und mehr Demokratie. Rayen in Chile, Hilda in Uganda und Pepper in Hongkong. Sie alle eint der Wunsch nach Veränderungen und einer besseren Zukunft, aber auch das große Risiko, dass sie mit ihrem politischen Engagement eingehen. Regisseur Franz Böhm schließt sich mit der Dokumentation einer Reihe von Filmen über junge Aktivisten an und konzentriert sich ganz auf die Handlungen seiner Protagonistinnen sowie deren Gedanken, Hoffnungen und Ängsten.

Ausführliche Kritik bei epd Film.

© Camino Filmverleih

Regie und Buch: Franz Böhm. Länge: 89 Min. FSK: ab 12. FBW: Besonders Wertvoll.

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