Buchtipps von Rainer Moritz: "Ich trug ein grünes Kleid, der Rest war Schicksal" und "Eine treue Frau"

Männer und Frauen
Für den Mai schlägt Rainer Moritz Liebesbücher vor: Intimität, Affären, Sehnsüchte, alles dabei

 Foto: PR
An gut ausgedachten Geschichten über die Liebe mangelt es nicht. Die Weltliteratur ist voll davon. Einen anderen Weg, diesem ewig rätselhaften Phänomen auf die Spur zu kommen, schlägt die Journalistin Gina Bucher ein. Sie hat rund dreißig Menschen jenseits der sechzig nach ihren sehr persönlichen ­Erfahrungen befragt, nach ihren Vorstellungen von der Liebe, ­ihren verblichenen oder immer noch frischen Sehnsüchten, ­ihren Erinnerungen an Glück und Leid. Herausgekommen ist ein anrührendes, ungemein intimes und zugleich dezentes Buch über die Liebe, das, wie es der Titel nahelegt, auch viel über die Fügungen des Lebens zu sagen weiß: „Ich trug ein grünes Kleid, der Rest war Schicksal.“

 

Gina Bucher: Ich trug ein grünes Kleid, der Rest war Schicksal. Piper. 20 Euro.

 

 

 

 Foto: PR
Mit „Ein untadeliger Mann“ wurde die 1928 geborene Eng­länderin Jane Gardam im letzten Jahr endlich hierzulande bekannt. Der Roman, der die Lebens- und Liebesgeschichte des Ehepaars Feathers aus der Perspektive des Mannes erzählt, erfährt in „Eine treue Frau“ eine aparte, meisterlich erzählte Spiegelung. Denn nun ist es Ehefrau Betty, die auf die gemeinsame Wegstrecke mit dem erfolgreichen Juristen an ihrer Seite zurückblickt ... und auf ihre Affäre mit dessen Erzfeind Terry Veneering. Siehe da: Mit einem Mal blicken wir auf die Welt mit ganz anderen Augen und erkennen die zwei Wahrheiten einer Ehe.

 

Jane Gardam: Eine treue Frau. Übersetzt von Isabel Bogdan. Hanser Berlin. 21,90 Euro.

 

 

 

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.