Der EKD-Ratsvorsitzende warnt vor Rechtspopulisten und Nationalismus

Warum Nationalismus Sünde ist
Wer sein eigenes Land oder seine Volksgruppe überhöht, produziert Hass und Gewalt. Dagegen erhebt die Kirche ihre Stimme

 Thomas Meyer/Ostkreuz
Ein Gespenst geht um in Europa – mit ­diesen Worten begann das 1848 veröffent­lichte Kommunistische Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels. Mit dem Gespenst war der Kommunismus gemeint. 169 Jahre und zahlreiche kommunistische Unrechtsregime später ist von dem „Gespenst“ nicht viel mehr übriggeblieben als zerstobene Visionen.

Das Gespenst, das heute in Europa umgeht, ist der Rechtspopulismus. Jedenfalls beschäftigt er Medien und Politik in Europa in einem Maße wie kaum ein anderes Phänomen in Politik und Gesellschaft. Insbesondere im Hinblick auf die Themen Flüchtlingspolitik und Islam ­haben sich unter diesem Stichwort Parteien gesammelt, die den bisherigen Konsens über die grundlegenden Werte, die Europa ausmachen, lautstark infrage stellen.
Superwahljahr 2017. Am 23. April ist Präsidentschaftswahl in Frankreich, im Juni Parlamentswahl. In Deutschland gibt es in diesem Jahr drei Landtagswahlen und dann im September die Wahl zum Deutschen Bundestag. Bul­garien, Türkei, Serbien, Tschechien: Überall werden Wahlurnen aufgestellt.   

Deutschland erwache? Ein gefährlicher Ton schleicht sich in die Wahlkämpfe ein

In Koblenz haben sich kürzlich führende Vertreter des Rechtspopulismus getroffen. Nach der britischen Brexit-­Entscheidung und der Wahl von Donald Trump zum ­amerikanischen Präsidenten – so hieß es da – wolle man 2017 zum „Jahr des Erwachens der Völker von Zentral­europa“ machen.

Deutschland erwache? Ein neuer und gefährlicher Ton schleicht sich europaweit in die Wahlkämpfe unserer Tage ein. „Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen [...]. Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ Das hat Victor Klemperer formuliert, als er die Sprache des „Dritten Reiches“ analysierte.

Die stark gestiegene Zahl rechter Straftaten erfüllt mich mit größter Sorge. Wer sein eigenes Land oder seine eigene Volksgruppe überhöht und gegen die anderen in Stellung bringt, produziert Hass, irgendwann Gewalt und am Ende vielleicht sogar wieder unzählige Tote. Deswegen sage ich: Nationalismus ist eine Erscheinungsform von Sünde. ­Nationalismus vergiftet das Klima zwischen Menschen. Wo er mit dem christlichen Mäntelchen umgeben wird, ist klarer Widerspruch angesagt, denn er tritt all das mit Füßen, was die christliche Tradition ausmacht.

Liberale und konservative Positionen haben ihren Platz in der Kirche

Die Kirche steht für das genaue Gegenteil: für die Versöhnung der Völker, für die Anerkennung der Würde eines jeden Menschen, unabhängig von seiner Nationalität oder Volksgruppe. Das ist ganz im Einklang mit dem Reformator Martin Luther. Er illustriert die Sünde mit dem Bild eines Menschen, der „in sich selbst verkrümmt“ und daher von Gott und seinem Mitmenschen abge­schnitten ist. Ich zuerst, meine Partei zuerst, Deutsche zuerst, Amerika zuerst? Auch Gemeinschaften können „in sich verkrümmt“ sein.

Gott lieben und den Nächsten lieben – das ist der Kern der Orientierungen, die das Christentum ausmachen. Was das für die Politik bedeutet, ist nicht direkt abzuleiten. Liberale und konservative Positionen haben gleichermaßen ihren Platz in der Kirche. Nationalismus aber nicht, so wenig wie Rassismus, Antisemitismus oder andere ­Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Parteipolitische Auseinandersetzungen sind keine ­Bühne für uns Kirchen. Aber die Grundlinien ethisch verantwortlichen Handelns werden wir deutlich aufzeigen. Auch und gerade in Wahlkampfzeiten.

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Lesermeinungen

Das soziale Wesen Mensch hat das Bedürfnis sich mit seiner Bezugsgruppe zu identifizieren. Sozialpsychologen nennen dies die in-group. Bindung und Fürsorge beziehen sich (meist) zuerst auf diese Gruppe und nicht „die Fremden“, die out-group; auch dies zeigen unzählige Studien.
Die Aufgabe der Religionen ist es diese Grenze sowohl anzuerkennen als auch aufzubrechen.

Sehr geehrter Ratsvorsitzender Herr Bedford-Strohm,

die Überschrift und einige Anmerkungen in Ihrem Artikel „Warum Nationalismus Sünde ist“ haben mich befremdet. – Aber vielleicht wollten Sie ganz bewusst Ihre Leser herausfordern. – Ich stimme Ihnen zu, dass ein ausufernder Nationalismus, wie er in der Hitlerzeit praktiziert wurde, zu Unmenschlichkeit, Verbrechen und Krieg führen musste. – Unverständlicherweise schlossen sich damals -  in alter Tradition und im Zeitgeist befangen – Millionen Christen mit ihren Pfarrern dieser Ideologie als „Deutsche Christen“ an.  – Aber die Geschichte wiederholt sich nicht. –

Viele, besonders Jüngere, fühlen sich mit Recht nicht schuldig an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie wollen ihr Leben hier friedlich verbringen. – Sicherheit ist aber nicht immer gewährleistet. Islamistische Attentate, Links- und Rechtsradikale, die bei Demonstrationen aufeinanderprallen, verängstigen die Menschen und treiben sie denen zu, die Ruhe, Ordnung und Wohlstand versprechen. – Ich sehe eine große Aufgabe für die Kirchen, diese Leute ernst zu nehmen, sie nicht zu verteufeln und mit ihnen nach Auswegen zu suchen. Dabei ist besonders wichtig, zwischen Linken und Rechten vermittelnd  zu wirken und alte Feindbilder abzubauen. Dadurch könnte auch die Gefahr eines Bürgerkrieges gebannt werden. – Christen können und müssen – gestärkt durch ihren Glauben – selbstbewusst mit den Anhängern anderer Religionen Kontakte pflegen, um damit die Fremdheit zu überwinden und Freundschaften zu knüpfen. – Insofern wird Deutschland in gutem Sinne „erwachen“, wie es schon im Kirchenlied von 1561 heißt :“ Wach auf, wach auf, du deutsches Land ! Du hast genug geschlafen. Bedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaffen. …“ In der 5. Strophe heißt es dann allerdings bedenklich und unheilvoll : „ Die Wahrheit wird jetzt unterdrückt, will niemand Wahrheit hören; die Lüge wird gar fein geschmückt, man hilft ihr oft mit Schwören; dadurch wird Gottes Wort veracht, die Wahrheit höhnisch auch verlacht, die Lüge tut man ehren.“

Man kann sich fragen, ob es da nicht Bezüge zur heutigen Zeit gibt. – Ich hoffe von Herzen, dass alle Christen neuen Mut gewinnen, die schlimme Kirchenspaltung nach 500 Jahren endlich aufgehoben wird. Dann werden sicher auch wieder mehr Menschen in die Kirchen gehen.

Mit freundlichen Grüßen

Uta Binz

Sehr geehrter Herr Beford-Strom,

als Repräsentant der deutschen evangelischen Bischöfe und nicht etwa als deutscher Parteienvertreter, wie man nach Ihrem Artikel in „Chrismon“ vom April 2017 denken könnte, stellen Sie die Behauptung auf, dass „Nationalismus“ Sünde sei und es einen direkten Zusammenhang zwischen „Nationalismus“, „Sünde“ und Vertretern des „Rechtspopulismus“ gäbe. Sie warnen vor „Nationalismus“ und begründen dies mit der „gestiegenen Zahl rechter Straftaten“. Damit stellen Sie einen direkten Zusammenhang zwischen Vertretern des „Rechtspopulismus“ und „rechter Straftaten“ her ohne die von Ihnen gemeinten Vertreter beim Namen zu nennen. Bei dieser scheinbar geschickten rhetorischen Verbindungskette lohnt es sich in mehrfacher Hinsicht, etwas genauer auf Ihren Argumentationsstrang und die verwendeten Fakten zu schauen.

Die Verwendung des Begriffs „Rechtspopulismus“ ist in der aktuellen politischen Wahlkampfarena ein rhetorischer Kampfbegriff, dessen Verwendung das Ziel hat, den politischen Gegner mit demagogischen Mitteln möglichst diskursunfähig zu machen, indem nicht die inhaltliche Auseinandersetzung gesucht, sondern die politische Diskussion auf eine ideologische Metaebene gehoben wird. Der Zweck dieses rhetorischen Kniffes ist es, die eigene Position gegen Kritik zu immunisieren.

Diejenigen, die diese Rhetorik anwenden, wollen oder können sich offenbar nicht mit den Inhalten der poltischen Gegenpositionen auseinandersetzen. Mit dieser Art öffentlicher Beiträge wird jedoch die politische Kultur der sachlichen Auseinandersetzung massiv beschädigt und der Sinn des demokratischen Diskurses ad absurdum geführt. Einige Printmedien haben diesen Zusammenhang in jüngster Zeit erkannt und haben angekündigt, den Begriff des „Rechtspopulismus“ nicht mehr zu verwenden. Umso mehr verwundert es, diesen Begriff in einem Beitrag eines Vertreters der evangelischen Kirche vorzufinden.

Die Erkenntnis, dass jeder Politiker populistisch agiert im Sinne eines lutherischen „dem Volk aufs Maul schauen“, ist geradezu Wesensmerkmal einer Demokratie, in der eben nicht am Volk vorbeiregiert werden soll, sondern der Mehrheitswille sich auch im Regierungshandeln wiederfindet; eben ganz im Gegensatz zu Monarchien, Despotien und Diktaturen, in denen bekanntlich das Volk wenig zu sagen hat.

Diese Zusammenhänge sollten auch Ihnen nicht unbekannt sein. Sie befinden sich mit Ihren Äußerungen jedoch in “guter Gesellschaft“ von linken bis linksliberalen Politikern, die regelmäßig die Begriffe „Nationalismus“ und „Patriotismus“ mit „Nationalsozialismus“ in einen Topf werfen und so versuchen, den erwähnten Immunisierungseffekt der eigenen (linkspopulistischen?) Positionen zu erreichen und nebenbei einen höchst undemokratischen Totschlagdiskurs betreiben.

Vielleicht nehmen Sie aber einfach die Ergebnisse verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen und die Lebenserfahrung vieler Nationen zur Kenntnis, dass „Nationalismus“ bzw. „Patriotismus“ unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung zu freiheitlichen Gesellschaften waren und damals wie heute unabdingbarer Bestandteil der nationalen kollektiven Identitätsstiftung sind und nicht etwa - wie Sie postulieren - eine Sünde. Eine Nation, die faktisch Schicksalsgemeinschaft ist, aber auch solidarische Gemeinschaft sein will und eben nicht nur ein Verband unverbindlich Nebeneinanderherlebender, benötigt einen sich selbst vergewissernden Nationalismus bzw. Patriotismus, der sich durch gemeinsame Merkmale von anderen Nationen abgrenzt. Loyalität gegenüber dem Staat und emotionale Bindung an die Nation sind daher Voraussetzung für ein gedeihliches Miteinander im Inneren der Nationalstaaten. Und nur Menschen, die ein gesundes Nationalbewusstsein haben, fühlen sich anderen Nationen nicht überlegen, sondern pflegen selbstbewusst die eigenen Traditionen und setzen ihre über Jahrhunderte erkämpften gesellschaftlichen Normen nach innen durch. Und nur selbstbewusste Nationen werden ein angemessenes und friedfertiges Verhältnis zu ihren Nachbarstaaten pflegen. Auch eine erfolgreiche Integration oder besser: Assimilation von Menschen, die das Leben in Deutschland offenbar einem Leben in ihrem Heimatland vorziehen, ist ohne ein starkes integrierendes Nationalbewusstsein nicht möglich.

„Parteipolitische Auseinandersetzungen sind keine Bühne für uns Kirchen“ versichern Sie in Ihrem Beitrag und handeln mit Ihrer Rhetorik und ihren intellektuellen Kurzschlüssen genau im gegenteiligen Sinne.
Kirchen in demokratisch verfassten Staaten sollten den Raum für einen demokratischen und vorurteilsfreien Diskurs der Meinungen bieten können. Das ist Voraussetzung einer freien und offenen Gesellschaft und praktizierte Demokratie. Das muss in Deutschland aber offenbar den politischen Akteuren immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Stattdessen werden von denjenigen, die „Gott und den Nächsten lieben“ abweichende Meinungen nur von einer Seite des politischen Spektrums für den nächsten evangelischen Kirchentag zugelassen, konträre Meinungen schließen die Protestanten bzw. deren Repräsentanten von vornherein aus. Ist das Ihr Verständnis von Demokratie und „ethischen Grundlinien“?
Ausländische Politiker dagegen, die nachweislich viele Menschenleben auf dem Gewissen haben und „stille Kriege“ an verschiedenen Orten der Welt führten, werden auf dem Kirchentag mit offenen Armen empfangen. Könnte man diese Handlungsweisen eventuell „bigott“ nennen?

Dass Sie als Repräsentant der deutschen evangelischen Bischöfe die Wirkung Ihrer Worte einzuschätzen wissen, zeigt Ihr Zitat von Klemperer: „Worte können sein wie winzige Arsendosen. Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“
Wer sich aber mitschuldig am einseitigen Schüren von Stimmungen macht, und damit Millionen Menschen in Deutschland und Europa zur Sprachlosigkeit verurteilen möchte, die nicht der eigenen Meinung sind, verbreitet eben jene „giftigen Worte“, die Klemperer meint. Demokratische Opposition soll mit Totschlagbegriffen öffentlich hingerichtet und der politische Gegner desavouiert und damit nachhaltig wirkungsvoll getroffen werden.

Ein offener, demokratischer Diskurs über das Warum und Wieso von vorgeblich „alternativlosen“ politischen Entscheidungen und über das verfassungsrichterlich bestätigte offensichtliche Versagen der deutschen Regierungskoalition in den letzten Jahren wird so verhindert. Mit den - auch von Ihnen genutzten - vergifteten Worten und nicht durch artikulierten Protest gegen scheinbar „alternativlose Politik“ werden die wirksamen Arsendosen gegen eine demokratische Streitkultur und gegen eine offene Gesellschaft verabreicht.

Ihre Warnung vor „Nationalismus“ und Ihr Junktim, dieser sei Sünde, begründen Sie mit der „gestiegenen Zahl rechter Straftaten“. Hier lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen. Offenbar beziehen Sie Ihre Erkenntnisse aus einer Pressemitteilung des Bundeinnenministers de Maizière, in der berichtet wird, dass „die Anzahl politisch motivierter Straftaten(…) 2016 erneut zum vierten Mal in Folge einen Höchststand erreicht“ habe.

Tatsächlich weist die PMK-Statistik eine relative Zunahme rechtsmotivierter Gewalttaten auf. In absoluten Zahlen bewegen sich jedoch die rechtsmotivierten Gewalttaten (1.698) trotz des Anstiegs in 2016 immer noch auf einem geringerem Niveau als die linksmotivierten Gewalttaten (1.702 Delikte), obwohl letztere in 2016 um über 24% gegenüber dem Vorjahr (2.239 Delikte in 2015) zurückgegangen sind.
Wieso haben Sie als EKD-Ratsvorsitzender nicht in den letzten Jahren angesichts der hohen Zahl linksmotivierten Gewalttaten Ihrer großen Sorge über linksgerichtete Kriminalität Ausdruck verliehen und den internationalistischen „Linkspopulismus“ hierfür verantwortlich gemacht? Ist der EKD-Ratsvorsitzende etwa auf einem Auge blind?

Analysiert man die Zahlen des BMI zur politisch motivierten Kriminalität weiter, so wird zudem augenscheinlich, dass weder links- noch rechtsgerichtete politische Straftaten das größte Problem darstellen, sondern die politisch motivierte Ausländerkriminalität, die in 2016 auf 3.372 Delikte bzw. um +66,5% zum Vorjahr angestiegen ist. Alle links- und rechtsmotivierten Gewalttaten zusammengenommen erreichen mit 3.400 Delikten gerade das Niveau der politisch motivierten Ausländerkriminalität, d. h. die Hälfte aller politisch motivierten Gewalttaten werden von Ausländern begangen. Und dies bei einem Anteil der ausländischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung von 11%. (Zahlen aus 2015). Welchen Anteil an der politisch motivierten Kriminalität Menschen mit Migrationshintergrund haben, wird übrigens statistisch nicht erfasst. (Anteil an der Gesamtbevölkerung in 2015: 21%)

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber, dass 45% der Delikte der politisch motivierten Ausländerkriminalität auf Konflikte zwischen Türken und Kurden in Deutschland zurückgehen. Dabei beträgt der Anteil der Kurden und Türken an der ausländischen Bevölkerung „nur“ 16%.

Diese Fakten aus dem offiziellen Bericht des Ministeriums des Inneren übersehen Sie aber geflissentlich in Ihrem Artikel. Bei verständiger Würdigung dieser Faktenlage wird jedermann die eindimensionale Sichtweise Ihres Beitrags überaus deutlich.

Steht nicht geschrieben: „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten“? Dieses Gebot gilt auch für das Weglassen oder das absichtsvolle Verschweigen wichtiger Fakten.

„Lügen nach Zahlen“ hat Die ZEIT am 27. April getitelt und versucht, „Schummeleien und handfesten Betrug“ bei der Angabe statistischen Materials aufzudecken.
Ich hoffe, dass zukünftig Beiträge von prominenten Kirchenvertretern nicht mehr in den Verdacht geraten, diesen Kategorien anzugehören.

Herr Dr. Bedford-Strohm sollte genau bedenken, bevor er so etwas schreibt. Damit kann er viele

verärgern und verletzen und selten dafür Beifall bekommen. Und das will er doch, im Interesse

der ev.Kirche, oder...?. Vermutlich marschiert er jetzt auch mit den Leuten, unter dem Motto:

" Unser Kreuz hat keine Haken" (So ein Quatsch, keiner kennt ein christliches Kreuz mit Haken)

Man denke daran, am Wochenende (22.4.17) wird mit diesen Kreuzen demonstriert!!!.

 

Deutsche , die um den Frieden im eigenen Land besorgt sind, sind keine Nationalisten.

Auch die Juden, die in Israel, im eigenen Land für Ordnung sorgen, sind keine Nazis.

Und wenn die Repräsentanten der Länder  USA, Goßbritannien, Frankreich oder

Türkei eigene nationale Interessen vertreten, sind sie keine Nationalisten:  Würden die Menschen

in diesen Ländern es tatenlos hinnehmen, wenn Ihre jungen Frauen und Mädchen belästigt

und teilweise vergewaltigt und teilweisen getötet werden? Junge deutsche Jugendliche

werden teilweise provoziert, beraubt, geschagen, erstochen und durch Tritte gegen den Kopf getötet.

Warum sollten wir das aus christlicher Nächstenleibe tolerieren und den gewalttätigen Immigrierten

die andere Backe zum nächsten Schlag hinhalten?  Diese kriminellen Taten geschiehen auch

genüber Erwachsenen in Deutschland.

 

Und was ist mit der Ermordung von Christen oder Jesiden in Ländern des vorderen Orient und

in Ägypten oder in Pakistan und Afganistan? Sollten wir das mit eingezogenem Kopf tolerieren?

Wenn unser bischöflicher Ratsvorsitzenden das predigt und von uns christliche Demut fordert,

kann er sich mit dieser Predigt zu Teufel scherern .

 

Martin Luther hätte das nicht von uns verlangt, Anerkennung der Obrigkeit ja, aber niciht die Duldung

von krimellen Immigranten, die zum großen Teil nicht als Flüchtlicnge zu uns kamen, sondern als

Profiteure und Nutznießer unserer sozialen Wohltaten.

 

Ich bin kein Nationalist, sondern ich weigere mich, zu akzepzieren, daß ich gewarnt werde, in der Straßenbahn

einem fremd aussehenden Fahrgast länger als eine Minute  lang anzuschauen. Anderenfalls könnte ich ja

Ärger bekommen. Ich bin ein alter Mann, jetzt 90 Jahre alt, der sich unwohl fühlt, wenn er abends alleine

Zug fährt oder in die Stadt geht. Falls es doch nötig ist, nehme ich eine Sprühdose mit  Pfefferspray

mit, auch in der Straßenbahn. Nur für den Fall, daß es nötig wäre , sich zu wehren.

 

Ich bin kein Nazi, sondern der Sohn eines Pfarrers. Mein Vater wurde kurz vor dem Einmarsch der

Roten Armee erschossen, ohne Urteil oder Standgericht, weil er mit einigen Bauern sprach über einen

Treck um zu fliehen. Ich war und bin kein Nazi, sondern ein Patriot, der mit 14 Jahren als Flakhelfer

- wie auch  Benedikt XVI - eingesetzt wurde. 1945 mußte ich mit 17 Jahren als Panzer-Grenadier

dieses Land verteidigen. Ich wurde verwundet  und geriet Anfang April 1945  in Gefangenschaft.

 

Ich erhielt wegen meiner posttraumatischen Behinderungen keine Hilfe (Stottern und teilweise Stammeln)

und hatte keine Unterstützung durch die Eltern - Vater im Januar 1945 erschossen - Mutter mußte im Juni 45

flüchten (von den Polen vertrieben mit Stockhieben).Ich studierte ich ab 1949  in Berlin Theologie

(mit Abschlußexamen), aber ich konnte wegen meiner posttraumatischen Behinderung im Rahmen der Kirche

keine Anstellung erreichen. Darum absolvierte ich 1955 bis 1962 führte ich ein zweites Studium

(Betriebswirtschaft) durch. In der Industrie war ich als Dipl. Kfm. ab 1963 recht erfolgreich, war schließlich Hauptabteilungleiter und Direktor eines Chemieunternehmens und zum Schluß Geschäftsführer eines

kommunalen Unternehmens (verantwortlich für die Durchführung einer größeren Aufgabe, die unter Einhaltung

des Budgets termingerecht beendet wurde).

 

Da hat die ev.Kirche einen zielstrebigen Theologen gehen lassen und nicht im Rahmen ihrer Aufgaben eingesetzt.

Aber auch heute wäre ich als Theologe ein Patriot, kein linksorientiierter Leisetreter, kein Nazi oder Nationalist.

Ich trete ein für die Würde und das Recht jedes Menschen, aber ich werde auch in Zukunft darauf achten, daß mir

und meinen Nachbarn keine ungerechtfertigten Lasten aufgebürdet werden. Ich werde nach wie vor wachsam sein,

weil viele Menschen in unserem Land und in anderen Ländern nicht die selben christlich-ethischen und moralischen Grundsätze vertreten wie wir. Wenn ich mit dieser Meinung als Nationalist beschimpft werde, dann bin ich und bleibe 

ich ein Nationalist, der für Recht und Ordnung im eigenen Volk eintritt.

 

Und wenn die ev. Kirche weiterhin  alle patriotischen Interessen als Nationalistisch und als "Sünde"  brandmarkt,

wird die Mehrheit diesen Kirchenführern nicht mehr folgen, sondern sich von Ihnen abwenden . 

Mit freundlichem Gruß, Harald Wetzel

Auch Altbürger haben ein Recht auf eine liebgewordene lebenswerte Umgebung, und die wendet sich leider vielfach zum Schlechteren. Ein Zustand, der gewissermaßen ein Mittelwert zwischen unserer geordneten Gesellschaft und den gewaltbereiten rechtslosen Zuständen in den Herkunftsländern vieler Migranten ist, kann aber doch bitte nicht der Weisheit letzter Schluss sein und ist sicher auch nicht notwendig.

Statt mit diesen Sorgen Ernst genommen zu werden, dürfen sich diese Bürger aber leider nur Rassismus- und ähnliche Vorwürfe des tonangebenden Nobelitalienerbürgertums, zu dem ich Sie auch zähle, anhören. Selbst nicht zuhören, aber anschließend über Rechtspopulismus herumjammern, wenn die Ignorierten andere finden, die sich für ihre Sorgen interessieren.

Statt bei Feinkost-Käfer sollten Sie vielleicht mal zur Abwechslung im Penny-Markt des nächsten Problemviertels einkaufen und sich die Frage stellen, wieso dort außer den Kassiererinnen auch noch einige Security-Mitarbeiter notwendig sind, die dafür sorgen, dass es halbwegs gesittet dort zugeht. Vielleicht verstehen Sie die Probleme der Leute dann besser und nehmen sich der Sorgen an statt über Rechtspopulismus zu schwadronieren und sie damit genau in diese Richtung zu drängen.

Sehr geehrter Herr Bischof,
warum erfüllen sie nur sog. rechte Straftaten mit Sorge ? Gibt es nicht auch linke Straftaten, islamistische Straf-
taten, sexuelle Übergriffe, Einbrüche, Körperverletzungen ? Sie als Bischof sollten auch auf die andere Seite der
Medaille schauen und das tun aus gegebenem Anlaß heute sehr viele. Sie sind damit aber keine Sünder und auf
der falschen Seite stehend. Würde sich "die Politik" dieser Sorgen annehmen, gäbe es gar keine AfD. Wie aber
sonst seinen Protest ausdrücken ? Mein Trost : das letzte Wort spricht GOTT, kein linker Kirchenfürst.
Mit freundlichem Gruß
Günter Wabitsch

Sehr geehrte Redaktion,

Herr Bedford-Strohm entlarvt das reale Gespenst des derzeitigen Rechtspopulismus als Nationalismus und hebt schon sprachlich den Bezug zum Nationalsozialismus hervor - ein klares Wort! Es geht in der Tat um grundlegende europäisch-westliche Menschenrechte, eine Errungenschaft der Völker. An ihrer Erkämpfung und Verteidigung hat sich die (evangelische) Kirche nicht immer hervorgetan. Ihr antisemitisches Erbe - vom Reformator Martin Luther in Spätschriften auf die Spitze getrieben - führte im sogenannten Dritten Reich zu erschreckender politischer Abstinenz selbst der "Bekennenden Kirche". Da blieben frühe, wiederholte Appelle einer mutigen Frau wie Elisabeth Schmitz ungehört auf der Strecke. Die Aufarbeitung dieser unseligen Verstrickung steht m. E. erst in den Anfängen. Gerade im Luther-Jubel-Jahr gehört das auch zu christlicher Verantwortung hinzu.

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Psych. Peter Lechler

Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass auch imho rechtsradikale Gewalt zu verurteilen und konsequent zu bekämpfen ist. Meine Frage ist nur, ob das Ausgrenzen und Dissen der AfDlerInnen zielführend ist. Mich erinnert diese Stellungnahme unseres Chefs ein bisschen an die Zeit, in der man als Katholik nur CDU , allenfalls die Kommunionspartei, wählen durfte.

Mich entsetzt, wenn Menschen aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Religion oder politischer Meinung ausgegrenzt werden. Man spricht nicht mehr mit ihnen, man respektiert sie nicht und man toleriert (duldet) sie nicht mehr. Ihre Grundrechte sind irrelevant, denn sie verkörpern das Böse. Man verwechselt Ideologie mit der Person. So ist es allzu oft, ja regelmäßig in der Geschichte und Gegenwart geschehen: Polarisieren und Dämonisieren haben eine Funktion für das eigene Selbst - man selbst gehört ja zu den Guten ... und definiert sich durch die Feindschaft zu den Bösen. Wer da Böse ist, bleibt austauschbar: Mal Hexen, mal Juden, Ketzer, Rechte, Linke, Bürgerliche, Bourgeoise, Konterrevolutionäre, Reaktionäre oder Kulaken. Es sind keine Menschen mehr, über die man da spricht. Die Methoden der Dämonisierung ähneln sich, auch wenn die Inhalte unterschiedlich sind. Man assoziiert jene, die eigentlich völlig harmlos sind mit Mördern und Verbrechern. Und nun sollen AfDler zum Kirchenaustritt bewegt werden, wohl um ihnen einen Rauswurf zu ersparen - beschämend.

“Wer sein eigenes Land oder seine Volksgruppe überhöht, produziert Hass und Gewalt. Dagegen erhebt die Kirche ihre Stimme” schreibt Heinrich Bedford –Strohm. Nun, meine Cousine war mit ihrem Ehemann (evang. Pfarrer) zwanzig Jahre unter “Heiden”, um diese zum christlichen Glauben zu bekehren. Sicherlich aus innerster Überzeugung, gleichwohl eine Missionierung aus einer (vermeintlich?) überhöhten Position! Man könnte es ja auch religiösen Imperialismus nennen.

Deutschland, Deutschland über alles ...” Golo  Mann hat es wie folgt interpretiert: “Man liebt ja auch seine Frau und seine Kinder über alles”. Oder denken wir an Sportereignisse. Darf man, nach Bedford-Strohm, nicht mehr jubeln, wenn Deutschland ein Tor schießt? Muß man Nationalismus, wie geschehen, unbedingt derart einseitig beleuchten?

 

Nachdenkliches Schaffen wünscht

 

Alf Torsten WERNER (Atheist), Grafing b. München

 

P.S. Angefügt  ein Nationalismus-Bekenntnis von Gerd Bucerius

Natürlich, lieber Herr Bedford-Strohm, haben Sie recht, mit Ihren Schlussfolgerungen. Denn etwas "zu überhöhen" kann ja nur falsch sein,und, wenn man "gegen die andern in Stellung" geht oder sogar "bringt", dann hat man den Krieg angefangen und Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Aber ich will doch hoffen, dass es ein Maß an Liebe zur Heimat wie auch zur eigenen Religion, Tradition und Kultur gibt, die nicht solche schrecklichen Folgen hat. Es geht dabei meiner Meinung nach auch um Verantwortlichkeit, Donald Trump auf den Sie da anspielen, ist nun mal zunächst für Amerika zuständig, und - da werden Sie mir vermutlich sogar zustimmen- das ist auch gut so. Wenn ich zum Beispiel für unsere Regierung bete, dann bitte ich um Gottes Frieden für Angela persönlich, für Deutschland, für Europa und für die Welt, nach dem Prinzip des römischen Brunnens. Das ist weit entfernt von jeder Sünde. Nehme ich jedenfalls an. Soviel fürs erste!
Mit freundlichen Grüßen Ihr Thomas Becker

PS. Ihre Auswahl an erlaubten Positionen kommt mir sehr eng vor, nur Liberale und Konservative haben Platz in der Kirche - was ist dann mit uns Revolutionären? Scherz beiseite, ich halte es langsam für einen Skandal, wie sehr die Kirche sich mit der grünen Partei verbündet hat. Ich meine, alles, was recht ist... aber Frau GE als Botschafterin des Reformationsjubiläums...? Und gleichzeitig diese schroffe, unfreundliche Kritik an den AfDlern? Das finde ich nur noch ganz wenig gut.

Hm. Bei weiterem Nachdenken komme ich zu dem Schluss, dass Nationalismus doch eine starke abschüssige Neigung zur Sünde mit sich bringt, die erlaubte Form könnte evtl. als Patriotismus bezeichnet werden wie de Maziere es jetzt versucht hat. Ist aber alles problematisch, da wir als Christen dem Grunde nach katholisch, international, aufgestellt sind. Aber vor Nationalismus im Kontext der AfD-krise, in dem Menschenrechte womöglich nicht mehr für alle gelten sollen, warnt HBS vermutlich ganz zurecht vor der Sünde und nimmt sein geistliches Amt als Wächter ernst. Bonhoeffer würde wohl "gefällt mir" klicken. Alles Gute. Gbu.

Warum sollte jemand "sein eigenes Land oder seine eigene Volksgruppe überhöhen und gegen andere in Stellung bringen"? Die historische Erfahrung zeigt, dass so etwas immer dann passiert, wenn sich Völker oder andere größere Gruppen wie Religionen und Konfessionnen gegenseitig darin in Frage stellen, so sein zu können wie sie sind.

Der deutsche Nationalismus des Deutschösterreichers Adolf Hitler entstand aus dem Gefühl, dass die nichtdeutschen Völker im Habsburgerreich immer mehr Einfluss gewannen und die Österreicher deutscher Nationalität, die dieses Reich bis ins 19. Jahrhundert geprägt hatten, ins Hintertreffen geraten würden. Er fiel in den 1920er Jahren in einem Deutschland auf fruchtbaren Boden, das sich von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs gedemütigt und als gleichwertig in Frage gestellt sah. Moderner Nationalismus und Radikalismus entsteht immer dort, wo sich größere Gruppen von Menschen in ihrem So-Sein in Frage gestellt fühlen: die Russen durch die Dominanz des Westens, die Erdogan unterstützenden traditionell-islamischen ländlichen Türken durch ihre säkularen, an Westeuropa orientierten urbanen Eliten, traditionelle Moslems generell durch westliche Liberalität, die Völker der südeuropäischen Krisenländer der Eurozone durch das vermeintliche Spardiktat aus Berlin, Völker der EU-Mitgliedsländer durch in ihr Alltagsleben eingreifende Regelungen aus Brüssel und schließlich größere Teile aller europäischen Völker durch Masseneinwanderung von Menschen aus Kulturen mit den unseren teilweise diametral entgegengesetzten archaischen Wertesystemen und Verhaltensweisen.

Von einem Bischof erwarte ich, dass er sich der Sorge der Menschen annimmt, dass er für die Menschen und mit ihnen betet. Ich finde es unmenschlich und unchristlich, Verzweifelnde zu verdammen, weil diese ihrer Verzweiflung - nichts anderes ist der Nationalismus sich in ihrem So-Sein bedroht Fühlender - Ausdruck geben.

Das ist wieder mal ein Beitrag von Herrn Bedford-Strohm, dem jedermann im Grundsatz nur beipflichten kann. Nationalismus, wie er im Dritten Reich entwickelt wurde, so definiert er den Begriff, möchte hier niemand mehr - ausser einer extremen Mindernheit. Und der muss entgegen getreten werden. Zustimmung in jeder Hinsicht!

Ganz nebenbei verbindet er das mit "Rechtspopulismus", Flüchtlingspolitik und Islam und sorgt sich, dass der bisherige Konsens über die grundlegenden Werte in Europa "lautstark" in Frage gestellt werde. Er rückt damit unterschwellig alle diejenigen, die etwas in Frage stellen wollen, in die rechtsextreme Ecke. Merkt er denn nicht, dass sich in ganz Europa ein Unbehagen breit macht? Wäre es nicht seine Aufgabe, dieses Unbehagen weiter aufzuklären, sich mit ihm auseinander zu setzen? Nein, er verurteilt es und polarisiert. Er differenziert nicht zwischen Rechtsextrem und jenen, die das Unbehagen verspüren und nach Lösungen suchen. Er packt den Hammer "Sünde" aus und hat nicht mal sauber definiert, was er eigentlich meint. Damit spaltet er die Kirche (ich bin wegen solcher Leute ausgetreten) legt aber auch zugleich Zunder in den Diskurs in unserer Gesellschaft.

Mittlerweile hat ja sogar die Bundesregierung AfD-Positionen übernommen (Grenze schliessen - noch schlimmer als die AfD im Pakt mit Erdogan, Nichtaufenthaltsberechtige abschieben und eine schärfere Gangart bei der Verfolgung von Straftaten) und Frau Göring-Eckhart, die anfangs noch lautstark "wir schaffen das" reklamierte, hat sich inzwischen klammheimlich aus dem Diskurs verabschiedet.

Ja, wir schaffen es, die Flüchtlinge aufzunehmen und zu integrieren. Aber dazu muss auch die Kirche endlich die Themen annehmen, die da offen herum liegen und sich mit den Problemen auseinandersetzen! Herr Bedford-Strohm sollte aufhören, sie mit rhetorischer Finesse und der Drohung mit "Sünde" zu übergehen. Und Frau Göring-Eckhard könnte uns bei der Kärnerarbeit etwas unterstützen.

In Deutschland gilt seit dem Ende des Dritten Reiches jeglicher Patriotismus als "Nationalismus" - die Deutschen sind von einem Extrem ins andere gefallen.
Daß es irgendwann einmal zu einer Gegenreaktion darauf kommen mußte, ist jedem klar, der die menschliche Natur auch nur ein bißchen kennt.
Die Lösung kann nur sein, einen gesunden Patriotismus zu fördern (statt ihn zu verteufeln) - das nimmt extremen nationalistischen Tendenzen den Wind aus den Segeln.