AJUPIS gegen Aids und Kinderprostitution in Mosambik

Fußball spielen und über Aids aufklären

Es kommt vor, dass die Mannschaft von AJUPIS ein Spiel verliert – und trotzdem gewinnt: nicht durch Tore, sondern durch Aufmerksamkeit. AJUPIS ist eine Jugendinitiative gegen Aids und Kinderprostitution aus Matendene, einem Stadtteil der mosambikanischen Hauptstadt Maputo. In Mosambik ist Fußball Nationalsport. Ein Ball, ein Platz, ein Spiel – so lassen sich viele Zuschauer erreichen. Die Jugendlichen nutzen vor allem die Spielpausen, um mit Theaterstücken auf die Gefahren von HIV und Aids aufmerksam zu machen, Kondome zu verteilen und gegen die Ausgrenzung von HIV-Positiven zu kämpfen.

Zur Arbeit von AJUPIS gehören auch Aufklärungsveranstaltungen in Schulen und Gemeinden. Die Tanz- und Theatergruppe tritt auf öffentlichen Plätzen wie dem lokalen Markt auf. AJUPIS besteht aus mittlerweile fast 100 Freiwilligen, die zwischen 15 und 30 Jahre alt sind; das macht die Botschaft für Gleichaltrige besonders glaubwürdig. AJUPIS arbeitet ehrenamtlich. Aber auch das geht nicht ohne Geld: Ein Auftritt der Tanz- oder Theatergruppe kostet 50 Euro, die Herstellung von Informationsbroschüren 200 Euro. Das INKOTA-netzwerk hilft dabei mit Spenden von Berlin aus.

Fragen an Christine Wiid, INKOTA-Koordinatorin der Projekte in Mosambik


AJUPIS hat sich zunächst mit dem Thema Kindesmissbrauch befasst. Warum?
Christine Wiid: Im Jahr 2000 gab es in Mosambik eine Flut; viele Kinder wurden zu ­Verwandten oder ehemaligen Nachbarn nach Maputo geschickt, in die vermeintliche Sicherheit. Einige Männer nutzten die Kinder sexuell aus. Gerade im Hinblick auf Aids wollte AJUPIS dem etwas entgegensetzen.

Wie groß ist das Aidsproblem?
Rund zwölf Prozent der 15- bis 49-Jährigen sind mit HIV infiziert. Schätzungen zufolge gibt es mehr als 400 000 Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind.

Was machen Sie mit Spenden?
Wir kaufen Bälle für die Fußballgruppe und Kostüme für die Theatergruppe. Das Geld fließt auch in Infomaterialien für die Auf­klärungsarbeit in Schulen oder Gemeinden. Und wir unterstützen Seminare für die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen.

Spendenkontakt: 

INKOTA-netzwerk e.V.
Christine Wiid
Chrysan­themenstraße 1–3
10407 Berlin
Telefon: 030/4208202-43
E-Mail: wiid@inkota.de
www.inkota.de

Bankverbindung:
KD-Bank
Konto: 155 500 0010
BLZ: 350 601 90
Stichwort: chrismon

Für die Spendenquittung unbedingt die eigene Anschrift im Betreff-Feld der Überweisung angeben.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.