Diakonie-Katastrophenhilfe im Südsudan

Sicherheit im Chaos

Paul Jeffrey/ACT

Der dritte Geburtstag steht kurz bevor, doch im Südsudan, dem jüngsten Staat der Welt, herrscht keine Feierstimmung. Seit Mitte Dezember bekämpfen sich rivalisierende Banden. Eine Welle von Gewalt vertreibt die Menschen aus ihren Dörfern. Tausende starben bislang, eine Million sind auf der Flucht. Besonders hart: Wegen eines zurückliegenden Bürgerkrieges hatten viele Südsudanesen jahrelang im Exil gelebt und waren gerade erst zurückgekehrt. Nach der Staatsgründung im Juli 2011 hofften sie auf dauerhaften Frieden und begannen, sich mühsam wieder eine Existenz aufzubauen.
Die jetzigen Kämpfe spielen sich vor allem im Nordwesten ab. Im zentral gelege­nen Bundesstaat Lakes ist es relativ ruhig. Die Diakonie Katastrophenhilfe ist dort seit 1998 tätig. Sie versorgt Vertriebene, hat Ge­sundheitsstationen und Kliniken gebaut, Schulkinder bekommen eine warme Mahlzeit. Die Organisation setzt darauf, dass ­diese Projekte auch in der Krise weiterlaufen. Denn  in einem Land voller Flüchtlingsströme sind funktionierende Strukturen überlebenswichtig. Sie können dafür sorgen, dass nicht das ganze Land zusammenbricht.

 

Fragen an Maren Platzmann, Mitarbeiterin im Südsudan

Knapp eine Million Südsudanesen sind auf der Flucht. Wo kommen sie unter?
Einige bei Verwandten oder Bekannten. Die meisten bauen sich provisorische Unterkünfte aus Zweigen, Planen und Stofffetzen im Busch oder in Vertriebenencamps.

Wo setzen Sie an mit Ihrer Hilfe?
Die Regenzeit steht bevor, die bald ganze Landesteile überschwemmen wird. Autos und Lastwagen können dann nicht mehr ­fah­ren. Wir versuchen jetzt, so viele Hilfs­güter wie möglich – Kochutensilien, Plastikplanen, Medikamente – vorab in die betroffe­nen Gebiete zu bringen. 

Experten erwarten auch eine Hungersnot – wieso?
Viele Menschen haben wegen der Kämpfe nicht säen und pflanzen können, so dass eine Jahresernte fehlen wird. Zudem gibt es Plünderungen, Ernten werden geraubt, Häuser niedergebrannt, Wasserstellen zerstört.

Spendenkontakt: 

Diakonie Katastrophenhilfe
Caroline-­Michaelis-Str. 1
10115 Berlin
Tel: 030-652110
E-Mail: service@diakonie-katastrophenhilfe.de
www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Bankverbindung
Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel
Blz: 21060237
Konto 502502
IBAN: DE26 21060237 0000 502502
Stichwort:  chrismon/Südsudan
Für eine Spendenquittung bitte die eigene Anschrift im Betrefffeld der Überweisung angeben!

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