Ursula Ott im Gespräch mit Murtaza Akbar

Sprachstunde - Folge 14: Maßnahme

Lena Gerlach, PR

Sprachstunde - Folge 14: Maßnahme

Sprachstunde - Folge 14: Maßnahme

Ursula Ott im Gespräch mit Murtaza Akbar
Sprachstunde - Folge 14: Maßnahme
Corona-Abitur, Impfdrängler, Maskenverweigerer: Die Pandemie hat uns viele neue Wörter beschert oder alte Wörter verändert. Corona-"Maßnahmen" könnten wir uns als Wort sparen, findet Murtaza Akbar.

Alltagsmaske, Quarantäne, Lockdown, Corona-Frisur: Die Pandemie hat unsere Sprache ganz schön aufgewirbelt. Viele neue Wortschöpfungen kamen dazu, vorhandene Wörter haben eine neue Bedeutung erhalten. Murtaza Akbar, Gründer der Kommunikationsagentur "Wortwahl", findet das eigentlich gut: "Diese Sprache führt Generationen zusammen. Ob Uroma oder Enkel, alle sprechen über das Thema Corona und das vereint, weil wir eigentlich sehr unterschiedliche Wortschätze haben."

Murtaza Akbar

Murtaza Akbar ist Vortragsredner, Coach und Berater für Unternehmenskommunikation. Er hat die Kommunikationsagentur "Wortwahl" gegründet und lehrt als Dozent am Mediencampus der Hochschule Darmstadt im Studiengang Onlinekommunikation.
Sven MarquardtMurtaza Akbar

Ursula Ott

Ursula Ott ist Chefredakteurin von chrismon und Chefredakteurin von evangelisch.de. Sie studierte Diplom-Journalistik in München und Paris und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sie arbeitete als Gerichtsreporterin bei der "Frankfurter Rundschau", als Redakteurin bei "Emma", als Autorin und Kolumnistin bei der "Woche", bei der "Brigitte" und bei "Sonntag aktuell" sowie als freie Autorin für Radio und Fernsehen.
Foto: Lena UphoffUrsula Ott, chrismon Chefredakteurin

Womit er allerdings nichts anfangen kann, ist das Wort Maßnahme: "Maßnahme ist ein Wortungetüm. Und keiner weiß, was genau damit gemeint ist", sagt Akbar. "Gute, wertschätzende Sprache ist konkret und 'Maßnahmen' ist genau das Gegenteil. 'Maßnahmen' in Offenbach sind etwas anderes als in Frankfurt."

Warum das Wort überhaupt so häufig genutzt wird, was er stattdessen sagen würde und warum lange Zeit niemand mehr "Alles gut?" gesagt hat, erzählt er in der neuen Folge der Sprachstunde mit chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott.

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