Ursula Ott im Gespräch mit Christine Olderdissen

Sprachstunde - Folge 9: Mädchen

Lena Gerlach, PR

Sprachstunde - Folge 9: Mädchen

Ursula Ott im Gespräch mit Christine Olderdissen
Sprachstunde - Folge 9: Mädchen
Der Mann, die Frau, der Junge - aber das Mädchen. Warum eigentlich? Die Journalistin Christine Olderdissen weiß Bescheid.

Es wird so viel gegendert - aber warum heißt es noch immer "das" Mädchen? Wieso sagen manche abfällig "du Mädchen"? Und warum ruft man Jungs auf dem Spielplatz als "kleiner Mann", aber Mädchen nicht als "kleine Frau"?

Christine Olderdissen von genderleicht.de erklärt chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott in der neuen Folge der Sprachstunde, woher das kommt und warum das "Fräulein" heute nicht mehr gebräuchlich ist.

Dennoch wünscht sich Olderdissen "Mehr Stolz, ihr Mädchen!". Und Mädelsabende findet sie auch im Alter noch okay ...

Ursula Ott

Ursula Ott ist Chefredakteurin von chrismon und Chefredakteurin von evangelisch.de. Sie studierte Diplom-Journalistik in München und Paris und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sie arbeitete als Gerichtsreporterin bei der "Frankfurter Rundschau", als Redakteurin bei "Emma", als Autorin und Kolumnistin bei der "Woche", bei der "Brigitte" und bei "Sonntag aktuell" sowie als freie Autorin für Radio und Fernsehen.
Foto: Lena UphoffUrsula Ott, chrismon Chefredakteurin

Christine Olderdissen

Christine Olderdissen ist Journalistin, Fernsehautorin und Projektleiterin bei genderleicht.de. Sie lebt in Berlin.

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Gemafreie Musik von www.frametraxx.de.

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Lesermeinungen

Liebe Frau Ott,

Ihre Sprachstunde höre ich mit Vergnügen. Zum Mädchen-Beitrag einige Gedanken:

- Fräulein bezeichnete keineswegs das noch nicht geschlechtsreife weibliche Wesen, sondern das unverheiratete. Hier irrt Ihre Gesprächspartnerin. Ich jedenfalls war mit 22 durchaus geschlechtsreif, die Herren nannten mich aber 1970 ohne mit der Wimper zu zucken "Fräulein Walther". Dass ich mit Herrlein XY antwortete, half nicht.

- Frau Olderdissen riet, in der Einzahl möglichst nicht zu gendern. Recht hat sie, ich kämpfe beim Schreiben auch gelegentlich mit Texten der folgenden Art: "Der Bäcker und die Bäckerin backen sehr gute Brötchen, er/sie ist also ein/eine hervorragende/r Handwerker/in." Oder so ähnlich. Im Plural wäre das nicht ganz so abenteuerlich.

- Ein Tipp zu den Protestbriefen von Gendergegner:innen: Raten Sie besonders unangenehmen Leuten, Chrismon nur noch online zu lesen und sich vorher "Binnen-I-be-gone" im Browser zu installieren. Gibt's für Firefox und Google Chrome, siehe https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/technik/browser-plugin-e.... Wenn's hilft ...

Viele Grüße
Ursula Walther