Gibt es "Schietwetter"?

Sprachstunde - Folge 23 'Schietwetter'

Lena Gerlach, PR

Sprachstunde - Folge 23 'Schietwetter'

Sprachstunde - Folge 23: Schietwetter

Gibt es "Schietwetter"?
Sprachstunde - Folge 23
Christian Sauer erklärt Ursula Ott im Podcast, warum es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur eine schlechte Einstellung.

Der Schriftsteller Christian Sauer hat eine Liebeserklärung an den Regen geschrieben. Schlechtes Wetter zu akzeptieren - o. k., aber lieben? "Ist das nicht etwas übertrieben, Herr Sauer?", fragt chrismon-Chefredakteurin Ursula Ott in der neuen Folge der Sprachstunde.

"Wenn wir uns das Wetter genauer ansehen, können wir es als bereichernd empfinden - auch einen Regentag", entgegnet Sauer. "Leute, geht doch mal raus, schaut doch mal, welchen wunderbaren Glanz ein Schauer über die Stadt legt!"

Christian Sauer

Christian Sauer lebt als Publizist, Coach und Dozent in Hamburg. Er gehört zu den Mitgründern von chrismon und war von 2000 bis 2006 stellvertretender Chefredakteur. 2019 erschien sein Buch "Draußen ­gehen. Inspiration und Gelassenheit im ­Dialog mit der Natur" und 2021 "Regen. Eine Liebeserklärung an das Wetter wie es ist" im Verlag Hermann Schmidt.
Christian O. Bruch

Ursula Ott

Ursula Ott ist Chefredakteurin von chrismon und der digitalen Kommunikation im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH. Sie studierte Diplom-Journalistik in München und Paris und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sie arbeitete als Gerichtsreporterin bei der "Frankfurter Rundschau", als Redakteurin bei "Emma", als Autorin und Kolumnistin bei der "Woche", bei der "Brigitte" und bei "Sonntag aktuell" sowie als freie Autorin für Radio und Fernsehen. 2020 wurde sie unter die 10 besten Chefredakteur*innen des Jahres gewählt. 2019 schrieb sie den Bestseller "Das Haus meiner Eltern hat viele Räume. Vom Loslassen, Ausräumen und Bewahren".
Foto: Lena UphoffUrsula Ott, chrismon Chefredakteurin

"Pfützen bilden ein Spiegelbild der Welt", sagt Sauer. Auch die Weltliteratur und der Film brauchen Regen als "Geschmacksverstärker für Gefühle". Sauer stellt die These auf, dass sogenanntes "schlechtes" Wetter die Kreativität viel mehr fördert als Sonnenschein. "Es gibt kein langweiligeres Wetter als königsblauen Himmel", sagt er.

Warum springen Kinder immer in die einzige Pfütze weit und breit? Verlernen wir die Aufmerksamkeit fürs Wetter? Wie verlässlich sind Wetter-Apps? Das klären Christian Sauer und Ursula Ott im Podcast. Am besten gleich während eines Regenspaziergangs hören!

Produktinfo

Christian Sauer - Regen. Eine Liebeserklärung an das Wetter wie es ist

Schmidt Hermann Verlag, 2021, 168 Seiten

Erscheinungstermin: 15.9.2021

Preis: 29,80 Euro

Leseempfehlung

Sprachstunde - Folge 12: Bildungsfern
Als "bildungsfern" gelten Kinder, deren Eltern maximal einen Hauptschulabschluss haben. EKD-Sprecher Bernd Tiggemann findet das nicht in Ordnung
Sprachstunde - Folge 14: Maßnahme
Corona-Abitur, Impfdrängler, Maskenverweigerer: Die Pandemie hat uns neue Wörter beschert. Corona-"Maßnahmen" könnten wir uns als Wort sparen, findet Murtaza Akbar
Gott lässt Bäume blühen und Getreide wachsen. Dann schickt er Frost und Hagel, und alles ist kaputt. Warum nur
Meteorologe Sven Plöger ist optimistisch: Das Klima ist noch zu retten - wenn wir endlich was dafür tun!

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.