Als Fotografin im Slum in Indien: Helena Schätzle und ihr Buchprojekt mit Meena

Wie hast Du da gemacht, Helena Schätzle?

Christina Wedel

Podcast Indien

Als Fotografin im Slum in Indien: Helena Schätzle und ihr Buchprojekt mit Meena
Wie hast Du das gemacht, Helena Schätzle?

Vor 14 Jahren traf Helena Schätzle am Strand von Mumbai Meena. Mittlerweile haben beide ein Buchbprojekt gestemmt. Helena in Deutschland, Meena in Indien. Wie die Zusammenarbeit funktioniert, wie Meena an ihr Honorar kommt und warum es gar nicht so einfach ist, bei so viel Nähe über so viele Jahre hinweg auch eine professionelle Distanz zu wahren, das erzählt Helena Schätzle in diesem Podcast im Gespräch mit Dorothea Heintze

Helena Schätzle

Die Fotografie ermöglicht Helena Schätzle (*1983), von der Welt zu lernen, Blickwinkel einzunehmen und sich in Situationen zu begeben, die den meisten Menschen verborgen bleiben. Fotografie ist für sie der Versuch dazu beizutragen, dieselben Rechte universell für alle Menschen umzusetzen. Seit Jahren unternimmt sie dafür ausgedehnte Reisen in verschiedene Länder, wo sie über längere Zeiträume hinweg lebt und intensiv an sozial kritischen Themen arbeitet. Sie spricht Hindi und arbeitet sehr viel mit Menschenrechtsorganisationen zusammen. Mit ihrer in Osteuropa entstandenen Arbeit "Die Zeit dazwischen" war sie Gewinnerin bei "gute aussichten", Finalistin bei "The Aftermath Projekt" und der "Inge Morath Foundation" und ihr Buch zur Arbeit wurde 2013 von der Stiftung Buchkunst als eines der besten Fotobücher ausgezeichnet. Ihre Arbeit "Leben nach dem Überleben" über Überlebende des Holocaust und ihre Familien in Israel wurde mit einem Vorwort von Frank Walter Steinmeier 2016 veröffentlicht und tourt seitdem als Wanderausstellung durch Deutschland. Die Arbeit wurde außerdem und mit dem ersten Preis des Alfred Fried Awards ausgezeichnet. Zwölf Jahre lang arbeitete Helena Schätzle außerdem an Langzeitprojekten in Indien und half die NGO Photography Promotion Trust mit aufzubauen. Helena Schätzles Arbeiten werden international ausgestellt und vielfach ausgezeichnet. Seit sie 2009 ihren Abschluss an der Kunsthochschule Kassel machte, arbeitet sie als freie Fotografin für verschiedene Magazine und Zeitungen. Sie wird vertreten durch die Agentur laif. 
privat

Dorothea Heintze

Dorothea Heintze war bis 2020 Redakteurin bei chrismon, vorher Deutsches Allgmeines Sonntagsblatt. Viele Jahre hat sie den Online-Auftritt von chrismon betreut; mittlerweile ist sie dort feste freie Autorin. Dazu arbeitet sie  für Radio, Printmedien und als Buchautorin und engagiert sich seit Sommer 2014 als Gründungsmitglied von ProQuote Medien für mehr Frauen an der Spitze in den deutschen Medien.  
Lena UphoffDorothea Heintze

 

Leseempfehlung

Wer in Mumbai am Strand schläft, lebt gefährlich. Meena hat Schreckliches ausgestanden – aber sich auch behütet gefühlt. Der Fotografin Helena Schätzle hat sie ihre Geschichte erzählt
Schwellenland Indien: Viele Frauen helfen sich selbst - und brauchen gerade deshalb auch weiter unsere Hilfe.
In kaum einem anderen Land der Welt werden Frauen so unterdrückt wie in Indien. Die Hilfsorganisation Jagori Rural in Nordindien kämpft mit Erfolg für die Rechte der Frauen
Wegen des hohen Risikos sexueller Gewalt ist Indien nach Expertenmeinung das gefährlichste Land der Welt für Frauen.

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