Behörde fordert Corona-Tests für Spätaussiedler an Flughäfen

epd-bild/Harald Wenzel

Grenzdurchgangslager Friedland

Grenzdurchgangslager Friedland

Das Grenzdurchgangslager Friedland stößt nach einem Corona-Ausbruch bei der Aufnahme von Neuankömmlingen an seine Grenzen.

In der vergangenen Nacht sind im Grenzdurchgangslager Friedland nach Angaben der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen 39 Spätaussiedler angekommen. Sie seien in dem einzigen noch freien Gebäude untergebracht worden, sagte die Sprecherin de Behörde, Hannah Hintze, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Leichte Symptome

Die Neuankömmlinge sollen am Dienstag im Rahmen eines weiteren Reihentests auf das Coronavirus getestet werden. Damit stünden nun keine Plätze mehr für eine getrennte Unterbringung von Neuankömmlingen zur Verfügung. Die Behörde dringe darauf, dass Spätaussiedler ab sofort bereits an den Ankunftsflughäfen getestet werden, sagte Hintze.

Die Zahl der Infizierten im Grenzdurchgangslager habe sich am Montag nicht weiter erhöht und liege bei 48. Darunter seien 28 Spätaussiedler, sieben Bedienstete und drei Asylsuchende. Alle zeigten nur leichte oder gar keine Symptome. Asylbewerber werden seit der vergangenen Woche nicht mehr aufgenommen. Insgesamt leben im Lager Friedland den Angaben zufolge derzeit 191 Spätaussiedler und 123 Asylsuchende.

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