Ausstellung "Future Food" plädiert für Ernährungsbewusstsein

epd-bild/Matthias Rietschel

Ausstellung "Future Food"

Ausstellung "Future Food"

Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden greift mit seiner neuen Ausstellung "Future Food. Essen für die Welt von morgen" eine der dringlichsten Fragen des 21. Jahrhunderts auf.

Die von Samstag an zugängliche Schau gehe der Frage nach, wie angesichts der globalen Herausforderungen die Zukunft der Ernährung gestaltet werden kann, sagte Kuratorin Viktoria Krason am Freitag in Dresden. Es solle das Bewusstsein für eine globale Verantwortung geschärft werden.

Essen sei sinnliches Erlebnis und Lebensnotwendigkeit, zugleich eine alltägliche Handlung mit unterschätzter gesellschaftlicher Sprengkraft, sagte Krason. Die Ausstellung stelle dabei die These in den Mittelpunkt, dass Essen auch ein politischer Akt sei. Ernährungssicherheit weltweit sei die Herausforderung der nächsten Jahrzehnte.

Umgang mit Essen

Um Visionen für die Zukunft für ein breites Publikum erfahrbar zu machen, erkundet die Ausstellung in begehbaren Wissensräumen sinnliche und ästhetische, kultur- und naturwissenschaftliche, ethische und politische Positionen im Umgang mit dem Essen. Zu sehen ist sie bis zum 21. Februar 2021.

Während in den Industrieländern den Angaben zufolge jährlich beinahe 220 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt werden, hungern in anderen Teilen der Welt mehr als 800 Millionen Menschen. Die Weltbevölkerung wird bis ins Jahr 2050 auf schätzungsweise zehn Milliarden anwachsen. Zugleich schwinden Ressourcen. Verschärft werde diese Entwicklung durch eine weltweite Lebensmittelindustrie, die sich an schnellem Wachstum, weniger an Nachhaltigkeit orientiere, so die Ausstellungsmacher.

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