Letzte Folge der "Lindenstraße" am Sonntag im Ersten

epd-bild / transparent

Schauspielerinnen und Schauspieler der "Lindenstraße" im Jahr 2000.

Schauspielerinnen und Schauspieler der "Lindenstraße" im Jahr 2000.

"Bye, bye, Lindenstraße": Nach fast 35 Jahren läuft am Sonntag die letzte Folge der Serie "Lindenstraße" im Ersten. Als Gründe für die Absetzung wurden Sparzwänge im Senderverbund und gesunkene Einschaltquoten genannt.

Schlussgong nach fast 35 Jahren: Im Ersten läuft am Sonntag um 18.50 Uhr die letzte Folge der ARD-Serie "Lindenstraße". Obwohl die Dreharbeiten bereits im Dezember abgeschlossen wurden, kommt auch das Thema Coronavirus kurz vor. Im Hintergrund einer Szene mit Serienfigur Klaus Beimer werde im Radio eine aktuelle Nachricht zur Corona-Krise zu hören sein, sagte eine Sprecherin der Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Köln. Die Nachricht werde in der Postproduktion in Folge 1.758 eingeschnitten.

Die "Lindenstraße" hatte in ihrer langen Laufzeit immer wieder aktuelle Themen kurzfristig in bereits gedrehten Folgen untergebracht. Da die Kulissen bereits abgebaut sind, waren jetzt keine Nachdrehs mehr möglich. In Folge 1.756 vom 15. März wurde das Thema Coronavirus bereits kurz in einen Dialog eingebaut.

Seit 1985 immer sonntags im Ersten

Die vom WDR verantwortete Serie lief seit dem 8. Dezember 1985 immer sonntags im Ersten. Der Absetzungsbeschluss wurde bereits Ende 2018 von der Fernsehprogrammkonferenz der ARD getroffen. Zur Begründung wurden Sparzwänge im Senderverbund und gesunkene Einschaltquoten genannt. In ihrer Frühzeit lockte die "Lindenstraße" mehr als zehn Millionen Zuschauer pro Folge an, im Jahr 2019 waren es im Durchschnitt nur noch 1,95 Millionen.

Die in München spielende Serie wurde in den WDR-Studios in Köln-Bocklemünd gedreht. Seit der ersten Folge sind unter anderen Marie-Luise Marjan als Helga "Mutter" Beimer und Moritz A. Sachs als Klaus Beimer Teil des Casts.

Die letzte Folge, zu deren Inhalt die Macher vorab nichts verraten, hat eine Laufzeit von 35 Minuten - das sind fünf Minuten mehr als üblich. Zuvor läuft am Sonntag um 18 Uhr die WDR-Dokumentation "Bye, bye, Lindenstraße". Das Erste veranstaltet zudem in den Nächten vom 28. auf den 29. März und vom 29. auf den 30. März zwei "Lindenstraßen-Kultnächte". Insgesamt werden elf Folgen wiederholt, darunter eine aus dem Jahr 1990 mit dem legendären Schwulenkuss zwischen den Serienfiguren Carsten Flöter und Robert Engel.

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