Medienanstalt: Corona-Krise bedroht private Radio- und Fernsehsender

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) fordert schnelle Hilfen von Bund und Ländern für private Radio- und Fernsehsender.

Radio und Fernsehen seien systemrelevant, erklärte die Direktorin der Medienanstalt, Anja Zimmer, am Mittwoch in Berlin. Gleichzeitig habe die Krise bereits jetzt erhebliche wirtschaftliche Folgen für die privaten Radio- und Fernsehsender, warnte Zimmer. Werbebuchungen und Auftragsproduktionen würden storniert und das besonders im regionalen und lokalen Rundfunk.

"Das ist ein Trend, der sich in den nächsten Wochen leider fortsetzen wird", sagte die mabb-Direktorin: "Wir sehen nicht nur die aktuelle, facettenreiche Berichterstattung in Gefahr, sondern die Medienvielfalt insgesamt als nachhaltig bedroht an."

Enger Austausch mit Politik

Deswegen arbeite die Medienanstalt derzeit an pragmatischen Lösungen zur Unterstützung der bei der Medienanstalt lizenzierten Fernseh- und Radiosender. Bis auf weiteres könnten beispielsweise Programmänderungen formlos per E-Mail angezeigt werden. Gleiches gelte für Kooperationen mit anderen Sendern oder Programmübernahmen. Auch für Live-Streamings ermögliche die Medienanstalt zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Teilhabe während der Zeit der Corona-Krise ein vereinfachtes Anzeigeverfahren.

Ziel müsse sein, das Programmangebot und den Sendebetrieb der Fernseh- und Radiosender aufrecht zu erhalten. "Unsere Maßnahmen allein werden selbstverständlich nicht reichen", so Anja Zimmer: "Deswegen sind wir im engen Austausch mit der Politik, um weitere Fördermöglichkeiten für die Sender auszuloten."

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