UN besorgt über ausländerfeindliche Gewalt in Südafrika

Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR fordert die südafrikanische Regierung auf, die Sicherheit aller Einwohner zu gewährleisten.

Die Vereinten Nationen haben sich tief besorgt über die tödliche Gewalt in Südafrika gegen Migranten aus anderen afrikanischen Ländern geäußert. Mindestens 1.500 Ausländer seien aus ihren Unterkünften vertrieben worden, betonte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Unter den Opfern seien auch Flüchtlinge und Asylbewerber. Bislang wurden zwölf Menschen getötet.

Plünderungen von Wohnungen und Geschäften

UNHCR-Sprecher Charlie Yaxley erläuterte, es sei zu Plünderungen von Wohnungen und Geschäften, Brandanschlägen und sexueller Gewalt gekommen. Flüchtlinge hätten Angst, zur Arbeit zu gehen oder ihre täglichen Besorgungen zu erledigen. Gemäß den Angaben ist Katlehong im Großraum Johannesburg der jüngste Brennpunkt der Gewalt. Das UNHCR forderte die südafrikanische Regierung auf, die Sicherheit aller Einwohner zu gewährleisten.

Die Ausschreitungen hatten Ende August in der Hauptstadt Pretoria begonnen und sich auf andere Städte ausgeweitet. Aufgebrachte Südafrikaner hatten Ausländer und mutmaßliche Zuwanderer angegriffen. Auch Südafrikaner wurden attackiert. Die Behörden nahmen mutmaßliche Täter fest. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Wellen fremdenfeindlicher Ausschreitungen in Südafrika. Präsident Cyril Ramaphosa hat die Gewalt scharf verurteilt.

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