Online-Redaktionen sind für Inhalte Dritter verantwortlich

epd-bild/Norbert Neetz

Wenn Redaktionen journalistische Inhalte von Dritten auf ihren Online-Plattformen veröffentlichen, sind sie dafür auch presseethisch verantwortlich. (Archivbild)

Wenn Redaktionen journalistische Inhalte von Dritten auf ihren Online-Plattformen veröffentlichen, sind sie dafür auch presseethisch verantwortlich. (Archivbild)

Wenn Redaktionen journalistische Inhalte von Dritten auf ihren Online-Plattformen veröffentlichen, sind sie dafür auch presseethisch verantwortlich.

Wie der Deutsche Pressrat am Dienstag in Berlin mitteilte, hat dies das Plenum des Selbstkontrollgremiums grundsätzlich entschieden. Beschwerden gegen solche Inhalte werden künftig auch in den Beschwerdeausschüssen des Presserats behandelt.

Anlass waren nach Angaben des Presserats sechs Beschwerden gegen "Focus Online". Die Redaktion hatte Beiträge von der Polizei und von lokalen journalistischen Publikationen veröffentlicht. Nutzer sahen in einigen dieser Beiträge den Pressekodex verletzt, die Reaktion sah sich jedoch pressethisch nicht in der Verantwortung. Das Plenum hat nun einmütig entschieden, dass die Redaktionen diese Verantwortung zu übernehmen haben.

Leser wahrheitsgemäß informieren

Volker Stennei, Sprecher des Deutschen Presserats, sagte, die Nutzer vertrauten Inhalten von presseethisch gebundenen Medienmarken. Deshalb seien sie auch für zugelieferte Inhalte von Dritten verantwortlich: "Der Presserat akzeptiert keine Ethik, die sich nach Geschäftsmodellen richtet." Zentraler Maßstab sei stets das Ziel der Presse, die Leser unabhängig und wahrheitsgemäß zu informieren, ohne die berechtigten Interessen von Menschen und ihre Würde zu verletzen.

Die Beschwerden wegen der Beiträge werden im Dezember in den zuständigen Ausschüssen beraten.

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