"Erinnerungskoffer" des 1. FC Köln für Menschen mit Demenz

epd-bild/Joern Neumann

Michael Tuchscherer, Vorstandsmitglied des "FC Echo hilft" e.V., stellt in Köln den "1. FC Erinnerungskoffer" für Menschen mit Demenz vor.

Michael Tuchscherer, Vorstandsmitglied des "FC Echo hilft" e.V., stellt in Köln den "1. FC Erinnerungskoffer" für Menschen mit Demenz vor.

Alte Autogrammkarten, Fotos, Eintrittskarten oder Fußballschals: Der 1. FC Köln will mit einem "Erinnerungskoffer" Menschen mit Demenz unterstützen, Zugang zu Vergessenem zu finden.

Mit einem "Erinnerungskoffer" sollen Menschen mit Demenz Anregungen erhalten, sich mit früheren Erlebnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen und einen Zugang zu Vergessenem zu finden. Das Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz für Köln und das südliche Rheinland stellte am Montag in Köln den "1. FC Köln Erinnerungskoffer" vor. Der Koffer mit alten Autogrammkarten, Fotos, Eintrittskarten, Wimpeln, Schals oder Fußbällen wurde mit dem Verein "FC-Echo hilft" aufgelegt.

"Emotionales Lebensgefühl wiederbringen"

Ziel sei es, Zugangswege zu Menschen mit Demenz zu finden. "Und das geht am besten über einen emotionalen Anker", erläutert die Koordinatorin des Regionalbüros, Änne Türke. "Wir wollen den Kranken ihr emotionales Lebensgefühl wiederbringen. Aber nicht wir allein, sondern wir brauchen dafür Helferinnen und Helfer." Deshalb suchen das Regionalbüro und der Verein FC-Echo hilft Ehrenamtliche, die sich schulen lassen, um mit dem Erinnerungskoffer in Einrichtungen zu gehen.

"Wir wollen die kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Menschen wecken", sagt Michael Tuchscherer, Vorstandsmitglied des FC-Echo hilft. Deutsches Vorbild für den Erinnerungskoffer ist die benachbarte Fortuna aus Düsseldorf. Das Angebot richte sich insbesondere an Männer in den Einrichtungen, "denn Angebote für Männer sind rar", sagte Türke. In einem zweitägigen Workshop am 5. und 6. Oktober werden Interessierte im Müngersdorfer Stadion geschult.

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