Amnesty International: Klima-streikende Schüler nicht bestrafen

epd-bild/Gudrun Petersen

"Fridays for Future" im Sommer in Aachen

"Fridays for Future" im Sommer in Aachen

Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo appelliert an mehr als 30.000 Schulen.

Amnesty International hat die Schulen aufgefordert, ihre Schüler an den Klima-Streiks am 20. September teilnehmen zu lassen. Die globalen Schulstreiks an diesem Tag seien von "historischer Bedeutung", heißt es in einem am Mittwoch in London veröffentlichten Aufruf von Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo an mehr als 30.000 Schulen. Man dürfe die Schüler weder an der Teilnahme hindern, noch sie dafür bestrafen. Die "Fridays for Future"-Bewegung hat auch an Erwachsene appelliert, sich am Streik für das Klima am 20. September zu beteiligen.

Amnesty-Brief an Schulleitungen

In dem Amnesty-Brief an Schulleitungen in mehreren Ländern heißt es weiter: "Die Klima-Krise ist das bestimmende Menschenrechtsthema für diese Generation von Kindern." Die Folgen des Klimawandels würden das Leben dieser Generationen in fast jeder denkbaren Weise beeinflussen. Das Versagen der meisten Regierungen, angesichts der erdrückenden wissenschaftlichen Beweise für den Klimawandel entsprechend zu handeln, sei die "größte Menschenrechtsverletzung in der Geschichte", die eine Generation der anderen antue.

Den Angaben zufolge planen Jugend-Aktivisten aus 115 Ländern Klima-Demonstrationen vom 20. bis 27. September, Schwerpunkttag ist der 20. September. Mit der Teilnahme an den Streiks brächten die Kinder ihre Menschenrechte auf Meinungsfreiheit und friedvolle Versammlung zum Ausdruck, betonte der Amnesty-Generalsekretär. Die Kinder müssten zu den Themen gehört werden, die ihr ganzes Leben beeinflussten.

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