Sicherheitskräfte in Honduras gehen gegen Umweltschützer vor

Honduranische Sicherheitskräfte sind gegen Umweltschützer vorgegangen, die vor der Zerstörung der Nationalparks warnen. Die Demonstranten wollen den Bau einer Wohnsiedlung verhindern.

Honduranische Sicherheitskräfte sind nahe der Hauptstadt Tegucigalpa gegen Umweltschützer vorgegangen, die vor der Zerstörung eines Nationalparks warnen. Nach Angaben der Tageszeitung "El Heraldo" blockierten die Demonstranten am Montag Straßen und zündeten Reifen an, um ihren Widerstand gegen den Bau einer Wohnsiedlung im Park "La Tigra" zum Ausdruck zu bringen.

Spezialeinheiten zur Aufstandsbekämpfung setzten Tränengas gegen die Protestierenden ein. Der Umweltminister José Antonio Galdames gibt an, die geplante Siedlung befinde sich nicht innerhalb des Nationalparks.

Die Umweltschützer befürchten, dass durch die Abholzung des Waldes die Wasserversorgung gefährdet ist. Seit Wochen gehen sie gegen das Bauprojekt auf die Straße und skandieren Parolen wie "La Tigra stirbt". Nach Angaben eines Anwohnerverbands sind von dem Bauverhaben 25.000 Einwohner in 46 Gemeinden betroffen, die nahe des Naturparks liegen. Im Rahmen des Projektes sollen 433 Wohnungen entstehen.

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