Christine Bergmann wird 80 Jahre alt

epd-bild/Jürgen Blume

Christine Bergmann

Christine Bergmann

Die frühere Bundesfamilienministerin Christine Bergmann wird an diesem Samstag (7. September) 80 Jahre alt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte die SPD-Politikerin in einem am Freitag veröffentlichten Glückwunschschreiben.

"Mit großem Respekt blicke ich auf Ihren Lebensweg", heißt es in den Brief Steinmeiers. Darin hebt er die Verdienste Bergmanns für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, ihren Einsatz für Gleichberechtigung und ihre Arbeit als Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung hervor.

"Mit Ihrem couragierten Eintreten für die Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern haben Sie manches angestoßen, was heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen selbstverständlich ist", schreibt Steinmeier. Bergmann sei eine Politikerin, "die uns alle ermutigt, Freiheit und Demokratie zu leben und die von der Fähigkeit der Menschen zur Selbstverantwortung überzeugt ist".

Vier Jahre lang Familienministerin

Die am 7. September 1939 in Dresden geborene Christine Bergmann studierte Pharmazie und engagierte sich nach dem Mauerfall in der Politik. In der rot-grünen Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD) war sie von 1998 bis 2002 Bundesfamilienministerin und in den Jahren zuvor Senatorin für Arbeit, Frauen und Bildung in Berlin. Nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche und anderen Institutionen erwarb sie sich als erste Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung breite Anerkennung.

Seit ihrer Jugend engagiert sich Bergmann auch in der evangelischen Kirche. Nach dem Abschied aus der Politik war sie von 2003 bis 2008 Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. In der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) leitete sie zuletzt die Kommission, die das umstrittene Familienpapier "Zwischen Autonomie und Selbstbestimmung" formuliert hat.

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