WDR verbucht Minus von 84 Millionen Euro

epd-bild/Guido Schiefer

WDR-Intendant Tom Buhrow

WDR-Intendant Tom Buhrow

Dem WDR standen 2018 insgesamt 124 Millionen Euro weniger zur Verfügung als im Jahr zuvor. Unter dem Strich erwirtschaftete die Rundfunkanstalt ein Minus.

Der WDR hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Minus von 84,1 Millionen Euro abgeschlossen. Im Betriebshaushalt standen Erträge in Höhe von 1,44 Milliarden Euro Ausgaben von 1,53 Milliarden gegenüber, wie sich aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht der Rundfunkanstalt ergibt. In der bereinigten Finanzrechnung ergibt sich den Angaben zufolge hingegen ein Plus von 21,3 Millionen Euro. Dort werden nicht finanzwirksame Effekte korrigiert, wie zum Beispiel die Mittel für die zukünftige Altersversorgung.

Der WDR finanziert sich vor allem aus dem Rundfunkbeitrag. Diese Einnahmen machten mit knapp 1,17 Milliarden Euro 81 Prozent der Erträge aus. Hinzu kommen beispielsweise Umsatzerlöse, Erträge aus verbundenen Unternehmen und sonstige Betriebserträge. Insgesamt standen der Rundfunkanstalt 124 Millionen Euro weniger zur Verfügung als im Jahr zuvor.

114 Planstellen abgebaut

Für das festangestellte Personal gab der WDR den Angaben zufolge 2018 insgesamt fast 569 Millionen Euro aus. Die Summe macht rund 37 Prozent der Gesamtausgaben aus. Davon entfielen rund 359 Millionen Euro auf Arbeitsentgelte (24 Prozent). Die Summe ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 300.000 Euro gesunken, weil der WDR 114 Planstellen eingestellt hat. Die Aufwendungen für die Altersversorgung, Vorruhestand und Altersteilzeit lagen bei knapp 210 Millionen Euro (14 Prozent).

Mehr als ein Fünftel aller Aufwendungen entfiel auf Urheber- und Leistungsvergütungen (knapp 329 Millionen Euro), dazu zählen auch die freien Mitarbeiter. Mit knapp 224 Millionen Euro wurden zudem etwa 15 Prozent der Ausgaben für Koproduktionen und Programmgemeinschaftsaufgaben verwendet. Weitere Gelder wurden für technische Leistungen bei der Rundfunkversorgung, Zuwendungen zum Finanzausgleich und sonstige Ausgaben verwendet.

Für die Geschäftsleitung wandte der WDR 2018 mehr als 1,64 Millionen Euro auf. Intendant Tom Buhrow erhielt davon 406.700 Euro (mit Sachleistungen und sonstigen Bezügen). Er liegt damit an der Spitze der Senderchefs in der ARD. Die Justiziarin und Vize-Intendantin Eva-Maria Michel bekam knapp 263.800 Euro. In einer ähnlichen Größenordnung verdienten die Hörfunkdirektorin Valerie Weber (241.200 Euro) und Fernsehdirektor Jörg Schönenborn (242.100 Euro).

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