Preis der Bundespressekonferenz geht an polnischen Journalisten

Der diesjährige Preis der Bundespressekonferenz geht an den polnischen Journalisten Jacek Lepiarz. Der seit 2014 vergebene Preis wird Ende November im Rahmen des Bundespresseballs in Berlin verliehen.

"Wir zeichnen einen Kollegen aus, der nicht gewillt war, sich den Veränderungen der Medien in Polen einfach zu beugen", sagte der Vorsitzende der Bundespressekonferenz, Gregor Mayntz, am Dienstag in Berlin. Lepiarz habe einen sehr wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis von Deutschen und Polen geleistet. Man wolle mit dem Preis Journalisten würdigen, die unter Druck stünden und sich trotzdem für die Pressefreiheit einsetzten, betonte Mayntz.

Korrespondent bei der Deutschen Welle

Lepiarz berichtete zunächst im Wechsel aus dem Warschauer Büro der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für Deutschland und für die polnische Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) aus Deutschland für Polen, wie es hieß. "Doch mit dem Aufstieg der polnischen PiS-Partei begannen auch die verstärkten Vorgaben, entlang der polnischen Staatsräson zu berichten", erklärte Lepiarz. Er habe sich deshalb für einen Wechsel zur Deutschen Welle entschieden, wo er als Korrespondent tätig ist.

Der seit 2014 vergebene Preis wird am 29. November im Rahmen des Bundespresseballs in Berlin verliehen und geht erstmals an ein Mitglied des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland (VAP).

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