Mission Lifeline rettet 100 Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer

Das Schlauchboot der Flüchtlinge begann bereits zu sinken: Die Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline hat nach eigenen Angaben rund 100 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. "Wir brauchen jetzt einen sicheren Hafen", sagt Kapitän Reisch.

Die Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline hat mit ihrem neuen Rettungsschiff "Eleonore" nach eigenen Angaben etwa 100 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Kapitän Claus-Peter Reisch schrieb am Montag auf Twitter, der Einsatz sei "buchstäblich in letzter Sekunde" erfolgt, da das Schlauchboot der Flüchtlinge bereits zu sinken begonnen habe. "Wir brauchen jetzt einen sicheren Hafen", erklärte Reisch. Nach Angaben von Mission Lifeline waren die Retter zuvor von der libyschen Küstenwache bedroht worden.

Erster Rettungseinsatz

Die zehnköpfige Crew der "Eleonore" war erst am Freitag zu ihrem ersten Rettungseinsatz vor der libyschen Mittelmeerküste aufgebrochen. Das erste Schiff der Organisation, die "Lifeline", war im vergangenen Sommer in Malta beschlagnahmt worden. Mit 234 geretteten Flüchtlingen an Bord hatte es dort erst nach tagelanger Irrfahrt anlegen dürfen.

Kapitän Reisch wurde mit der Begründung angeklagt, das Schiff falsch registriert zu haben. Nach monatelangen Verzögerungen verurteilte ein Gericht in der maltesischen Hauptstadt Valletta den 58 Jahre alten Kapitän Mitte Mai zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro. Gegen das Urteil hat Reisch Revision eingelegt.

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