Digitale Dialogplattform zur Neugestaltung der Paulskirche

epd-bild/Heike Lyding

Paulskirche in Frankfurt (Archivbild)

Paulskirche in Frankfurt (Archivbild)

Die Paulskirche in Frankfurt soll umgebaut werden: Oberbürgermeister Peter Feldmann will die Kirche bis 2023 zu einem Demokratiezentrum ausbauen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen bei den Plänen mitreden dürfen.

Mit Seminaren, Workshops und einer digitalen Dialogplattform will die Stadt Frankfurt Bürger bei der Neugestaltung der Paulskirche einbeziehen. Die Kirche solle bis zur 175-Jahre-Feier der ersten deutschen Nationalversammlung 2023 zu einem Demokratiezentrum ausgebaut werden, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Mittwochabend in Frankfurt am Main. Die Diskussion um die Zukunft des denkmalgeschützten Gebäudes sei "kein Architekten- und Spezialistenthema", betonte er.

Ort für den Austausch

Das neue Demokratiezentrum oder "Haus der Demokratie" solle ein Ort für den Austausch sein, vor allem für junge Menschen, kündigte Feldmann an. Das Gebäude könne auch als Event-Location und Museum genutzt werden. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sei an den Gesprächen zur Zukunft der Paulskirche beteiligt, sagte der Oberbürgermeister. Erste Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen nach Angaben des zuständigen Architekten Friedbert Greif Mitte 2020 vorliegen.

Die Paulskirche gilt neben dem Hambacher Schloss in der Pfalz als Symbol der Demokratiebewegung in Deutschland. 1848 bis 1849 war das Gebäude Sitz der ersten frei gewählten Nationalversammlung in Deutschland. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1947/48 als nationales Symbol für die Freiheit wieder aufgebaut. Seitdem ist sie keine Kirche mehr, sondern wird hauptsächlich für Ausstellungen und staatliche oder städtische Veranstaltungen genutzt.

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