Müller für bessere Bildung von Frauen in Entwicklungsländern

epd-bild/Rolf Zoellner

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (Archivbild)

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (Archivbild)

Entwicklungminister Gerd Müller bezeichnete das Wachstum der Weltbevölkerung als eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Viele Frauen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln, obwohl sie keine Schwangerschaft wollen.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) tritt für mehr Bildung und eine selbstbestimmte Familienplanung für Frauen in Entwicklungsländern ein. Ziel sei es, das Wachstum der Weltbevölkerung zu bremsen und die Zukunftschancen für jeden Einzelnen zu verbessern, erklärte Müller am Donnerstag in Berlin anlässlich des Weltbevölkerungstags.

Selbstbestimmte Familienplanung könne den Eltern helfen, über die Zahl ihrer Kinder frei zu entscheiden und unerwünschte Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche zu vermeiden, unterstrich der Minister.

Bevölkerung in Afrika weiterhin auf hohem Niveau

Das Wachstum der Weltbevölkerung bezeichnete Müller als eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Jährlich wachse der Planet um 80 Millionen Menschen. Zwei Drittel des Bevölkerungszuwachses entfalle auf Entwicklungsländer. Bis 2050 wächst Berechnungen zufolge die Weltbevölkerung von aktuell rund 7,7 Milliarden Menschen auf dann knapp 10 Milliarden. Vor allem in Afrika wächst die Bevölkerung weiterhin auf hohem Niveau.

Der Weltbevölkerungsbericht 2019 des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) kritisierte, dass weltweit noch rund 214 Millionen Frauen und Mädchen keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln hätten, obwohl sie keine Schwangerschaft wollten. Das entspricht jeder vierten Frau im gebärfähigen Alter in den Entwicklungsländern.

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