Ugandas Hauptstadt verbietet Gaben an bettelnde Straßenkinder

Wer einem Straßenkind in der ugandischen Hauptstadt Kampala Geld, Essen oder eine sonstige Spende anbietet, muss künftig mit Strafe rechnen.

Im Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern stellt die ugandische Hauptstadt Kampala Gaben an bettelnde Minderjährige unter Strafe, wie der britische Sender BBC am Donnerstag berichtete. Wer einem Straßenkind Geld, Essen oder eine sonstige Spende anbiete, müsse künftig mit Strafe rechnen. Ziel sei, Kinderhandel und -missbrauch zu verhindern. Schätzungen zufolge leben rund 15.000 Kinder und Jugendliche auf den Straßen der 1,5 Millionen-Einwohner-Metropole.

Menschenhändler im Visier

Im Visier der "Kampala-Kinderschutzverordnung" sind nach Berichten der Zeitung "New Vision" vor allem Menschenhändler und Personen, die Jungen und Mädchen zum Betteln oder Handeln auf die Straße schicken. Auch wer den Kindern Geschäftsraum zur Verfügung stellt, soll bestraft werden. Bei der Vorstellung des Gesetzesvorhabens im Herbst hatte die Stadtverwaltung dem Bericht zufolge beispielsweise darauf verwiesen, dass Kinder auf dem Markt der Kleinstadt Soroti verkauft und unter anderem nach Kampala gebracht worden seien, um auf der Straße Geld zu erbetteln.

Am Mittwoch stellte sich der Stadtrat von Kampala hinter die Verordnung, wie der ugandische Rundfunk NTV berichtete. Damit ist der Weg für das Vorhaben frei, das demnach noch von der für die Hauptstadt zuständigen Kabinettsministerin unterzeichnet werden muss.

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