Italienisches Rettungsschiff mit 49 Flüchtlingen auf Mittelmeer

epd-bild/Christian Ditsch

Flüchtlinge im Mittelmeer im Oktober 2016 (Archivbild)

Flüchtlinge im Mittelmeer im Oktober 2016 (Archivbild)

Ein Schiff der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea mit 49 geretteten Flüchtlingen an Bord darf nicht anlegen.

"Die Häfen waren und bleiben geschlossen", sagte der italienische Innenminister Matteo Salvini dem italienischen Rundfunk zufolge am Dienstag. Die Migranten beträten Italien nicht mit seiner Erlaubnis, sagte der stellvertretende Ministerpräsident von der rechtsextremen Lega-Partei. Die "Mare Ionio" hatte die die Flüchtlinge, darunter zwölf Minderjährige, am Montag vor der libyschen Küste von einem Schlauchboot gerettet, das in Seenot geraten war. Nun harrt das Schiff vor Lampedusa aus.

Einziges verbliebenes Rettungsschiff

Die "Mare Ionio" ist derzeit das einzige im südlichen Mittelmeer verbliebene Rettungsschiff. Salvini hat die italienischen Häfen seit Monaten für die Schiffe von Hilfsorganisationen geschlossen.

Beamte der italienischen Finanzpolizei gingen derweil an Bord der anderthalb Seemeilen von Lampedusa entfernt ankernden "Mare Ionio" und kontrollierten den Angaben zufolge das Schiff betreffende Dokumente. Der Bürgermeister von Lampedusa, Totò Martello, betonte die Aufnahmebereitschaft der Insel, während der andere stellvertretende Ministerpräsident Luigi Di Maio die Vermutung äußerte, die "Mare Ionio" habe Anweisungen der libyschen Küstenwache missachtet.

Neue Lesermeinung schreiben

Wir freuen uns über einen anregenden Meinungsaustausch. Wir begrüßen mutige Meinungen. Bitte stützen Sie sie mit Argumenten und belegen Sie sie nachvollziehbar. Vielen Dank! Damit der Austausch für alle ein Gewinn ist, haben wir Regeln:

  • keine werblichen Inhalte
  • keine Obszönitäten, Pornografie und Hasspropaganda
  • wir beleidigen oder diskriminieren niemanden
  • keine nicht nachprüfbaren Tatsachenbehauptungen
  • Links zu externen Webseiten müssen zu seriösen journalistischen Quellen führen oder im Zweifel mit einem vertretbaren Prüfaufwand für die Redaktion verbunden sein.

Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu bearbeiten, macht dies aber stets kenntlich. Wir zensieren nicht, wir moderieren.
Wir prüfen alle Beiträge vor Veröffentlichung. Es besteht kein Recht auf Publikation eines Kommentars.