Klimawandel: UN warnen vor starker Erwärmung der Arktis

epd-bild / Simone Viere

Helgoland: Durch den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels sind viele Küstenregionen bedroht (Archivbild).

Helgoland: Durch den Klimawandel und den Anstieg des Meeresspiegels sind viele Küstenregionen bedroht (Archivbild).

Die Erwärmung der Nordpolregion infolge des Klimawandels werde einen weiteren Anstieg des Meeresspiegels auslösen, hieß es in einer Studie der UN. Dadurch seien viele Küstenregionen bedroht.

Die Vereinten Nationen haben vor einer starken Erwärmung der Arktis mit unübersehbaren Folgen für den Planeten gewarnt. Selbst bei Erreichung der Pariser Klimaziele würden die Wintertemperaturen in der Arktis bis 2050 um drei bis Fünf Grad Celsius im Vergleich zur Zeit zwischen 1986 und 2005 steigen, teilten die UN am Mittwoch in Nairobi mit.

Die Erwärmung der Nordpolregion infolge des Klimawandels werde einen weiteren Anstieg des Meeresspiegels auslösen, hieß es in einer Studie anlässlich der bis Freitag dauernden Umweltversammlung der UN. Dadurch seien viele Küstenregionen bedroht; kleinere Inseln könnten sogar ganz in den Wassermassen verschwinden.

Eisfreier Sommer in der Arktis

Eine weitere Gefahr bestehe rund um den Nordpol durch das Auftauen des arktischen Permafrostes. Dadurch würden weitere Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel zusätzlich beschleunigen könnten. Die höheren Temperaturen bis Mitte des Jahrhunderts seien auf die bereits ausgestoßenen klimaschädlichen Treibhausgase zurückzuführen.

Laut der Studie des Umweltprogramms Unep werden, falls Treibhausgase im bisherigen Ausmaß weiter freigesetzt werden, die Sommer in der Arktis bis zu den 2030er Jahren eisfrei sein. Das Schmelzen der Eisdecke auf Grönland und der arktischen Gletscher verursache ein Drittel des Anstieges der Meeresspiegel, hieß es. Nach Schätzungen sei das Eis im arktischen Meer seit Ende der 70er Jahre bereits um 40 Prozent geschrumpft.

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Im polnischen Kattowitz einigten sich Ende 2018 mehr als 190 Staaten auf Regeln zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

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