Prozess gegen "Lifeline"-Kapitän wird im März fortgesetzt

epd-bild/Hermiine Poschmann/Mission Lifeline

Rettungsschiff "Lifeline" mit Flüchtlingen an Bord (Archivbild)

Rettungsschiff "Lifeline" mit Flüchtlingen an Bord (Archivbild)

Eigentlich sollte das Urteil am Freitag verkündet werden. Doch Claus-Peter Reisch, der wegen einer angeblich fehlerhaften Registrierung des Schiffes angeklagt ist, bat um Verschiebung.

Der Prozess gegen "Lifeline"-Kapitän Claus-Peter Reisch in der maltesischen Hauptstadt Valletta soll am 21. März fortgesetzt werden. Das teilte die Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" auf Twitter mit. Zunächst sollte eigentlich am Freitag das Urteil in dem seit vergangenen Sommer laufenden Prozess verkündet werden.

Der Verhandlungstag wurde nach Angaben von "Lifeline" jedoch auf Antrag des Angeklagten abgesagt. Grund dafür sei der schlechte Gesundheitszustand der Mutter von Reisch. Der Kapitän wolle sie in dieser Situation persönlich begleiten. Er stammt aus Bayern.

Termin für Urteil offen

Der 57-Jährige steht seit 2. Juli in Valletta vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, das von der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" betriebene Schiff fehlerhaft registriert zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. Vor Gericht hatte er ausgesagt, dass er bei der Registrierung des Schiffes keinen Fehler erkennen könne. Ob es am 21. März ein Urteil geben wird, war zunächst noch offen.

Die "Lifeline" hatte Anfang Juli mit 234 Flüchtlingen an Bord erst nach tagelanger Irrfahrt im Mittelmeer in Malta anlegen dürfen. Kurz darauf wurde sie beschlagnahmt. Nach Angaben der Hilfsorganisation fuhr das Schiff bei seinen Einsätzen unter niederländischer Flagge. Während die maltesischen Behörden die korrekte Registrierung des Schiffs bezweifeln, vermutet "Mission Lifeline" politische Motive hinter dem Prozess, um das Rettungsschiff am Auslaufen zu hindern.

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