"Babylon Berlin": 14,5 Millionen Menschen sahen mindestens eine Folge

"Babylon Berlin" ist die teuerste Serie, die je in Deutschland gedreht wurde. Die ARD spricht nach der Ausstrahlung von einem "außergewöhnlichen Erfolg".

Die Serie "Babylon Berlin" ist laut ARD beim Publikum hervorragend angekommen. Durchschnittlich fast fünf Millionen Zuschauer (4,92 Millionen) haben die bisher 16 Folgen von "Babylon Berlin" verfolgt, wie das Erste am Freitag in München mitteilte. Dies entspreche einem Marktanteil von 15,9 Prozent. Am Donnerstagabend lief das Ende der ersten zwei Staffeln. Insgesamt sahen den Angaben zufolge 14,53 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer mindestens eine Folge. Der Marktanteil beim 14- bis 49-jährigen Fernsehpublikum lag bei zwölf Prozent.

In der Mediathek sei "Babylon Berlin" ein "noch nie dagewesener Erfolg" gewesen, hieß es: Bis zum 7. November seien mehr als zehn Millionen Videoabrufe registriert worden. Abrufe aus den Apps sind in den Zahlen nicht enthalten. Die Folgen neun bis 16 sind noch bis zum 15. November verfügbar. Die Webseite www.daserste.de/BabylonBerlin verzeichnete laut ARD bisher zwölf Millionen Pageimpressions.

"Außergewöhnlicher Erfolg"

Die Hörspielserie "Der nasse Fisch" (Radio Bremen, WDR, rbb) ist den Angaben zufolge mit mittlerweile fast einer halben Million Abrufe zudem Spitzenreiter in der ARD-Audiothek. Der gleichnamige Kriminalroman von Volker Kutscher, der in der Zeit der Weimarer Republik spielt, war die Drehbuch-Vorlage für die erste Staffel von "Babylon Berlin". Eine dritte Staffel soll folgen.

"Ein außergewöhnlicher Erfolg für eine außergewöhnliche Serie", freute sich Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. "Babylon Berlin", das im Jahr 1929 spiele, könne angesichts gewandelter Sehgewohnheiten "moderner" nicht sein. Komplex erzählt und von herausragender Qualität, begeisterten die Geschichten um Kommissar Gereon Rath und Assistentin Charlotte Ritter das Publikum in allen Altersgruppen, "linear" und "nonlinear".

Kosten: 40 Millionen Euro

ARD-Degeto-Geschäftsführerin Christine Strobl sprach von einem "Alleinstellungsmerkmal, das man derzeit mit keinem anderen Format im deutschen Fernsehen vergleichen kann". Die Serie sei ein "echter Imagegewinn" für Das Erste und die ARD.

Die Koproduktion von ARD Degeto, Sky, Beta Film und X Filme Creative Pool ist mit 40 Millionen Euro die teuerste Serie, die je in Deutschland gedreht wurde. Vor der weltweiten Free-TV-Premiere im Ersten war sie bereits bei Sky Deutschland und Sky UK zur sehen. "Babylon Berlin" wurde mehrfach national und international ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimmepreis.

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