Sachsen baut am "Archiv der Avantgarden"

epd-bild/Matthias Rietschel

Das barocke Blockhaus in Dresden beherbergt das "Archiv der Avantgarden".

Das barocke Blockhaus in Dresden beherbergt das "Archiv der Avantgarden".

Das "Archiv der Avantgarden" im barocken Blockhaus in Dresden wird für mehr als 20 Millionen Euro umgebaut.

In Dresden entsteht bis 2022 das "Archiv der Avantgarden". Die Privatsammlung mit Werken des 20. Jahrhunderts wird im barocken Blockhaus an der Augustusbrücke untergebracht. Dafür werde das Gebäude nach einem Entwurf des Berliner Büros Nieto Sobejano Arquitectos im Inneren völlig neu gestaltet, teilte das sächsische Finanzministerium am Freitag mit. Für den Umbau sind mehr als 20 Millionen Euro vorgesehen. Zunächst war die Fertigstellung des Archivs im Blockhaus für 2021 vorgesehen.

Dresden hatte Ende 2016 die Sammlung der Avantgarden des deutsch-italienischen Kunstmäzen Egidio Marzona mit rund 1,5 Millionen Objekten geschenkt bekommen. Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mitteilten, hat Marzona nun noch weitere rund 200.000 Objekte Dresden überlassen.

Schwebender Kubus

Kernstück des neuen Archivbaus ist ein schwebender Kubus in der Hülle des denkmalgeschützten Blockhauses. Die Sammlung der Avantgarden ist derzeit im Japanischen Palais untergebracht. Sie enthält Kunstwerke, Designobjekte, Zeichnungen, Plakate, Architekturplänen, Fotos und Künstlerkorrespondenzen aus dem 20. Jahrhundert.

Das Dresdner Blockhaus wurde ab 1732 als Wachgebäude errichtet und später für Wohn- und Verwaltungszwecke um eine Etage aufgestockt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört und ab 1978 wurde es für Veranstaltungen wieder aufgebaut. Später hatten mehrere Institutionen dort ihren Sitz. Beim Elbehochwasser 2013 wurde das Blockhaus stark beschädigt.

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