Landgericht verhandelt über Misshandlung von Flüchtlingen in Burbach

epd-bild/Lothar Stein

Flüchtlingsheim in Burbach

Flüchtlingsheim in Burbach

Vor dem Landgericht Siegen müssen sich 30 Angeklagte wegen der Misshandlung von Flüchtlingen in einer Asylunterkunft im siegerländischen Burbach verantworten.

28 Wachleuten und Mitarbeitern des Heimbetreibers European Homecare werden Körperverletzungen, Nötigungen, Diebstähle und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Unter anderem sollen sie Bewohner bei Verstößen gegen die Hausordnung teilweise für mehrere Tage in sogenannte "Problemzimmer" gesperrt haben. Insgesamt geht es um 54 Fälle von Ende 2013 bis September 2014. (AZ: 21 KLs 6/17)

Im "Problemzimmer"

Außerdem stehen zwei Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg vor Gericht, die von den "Problemzimmern" gewusst haben sollen. Der Prozessauftakt war am Donnerstag. Bis Mai sind bisher 22 Verhandlungstage in der Siegerlandhalle angesetzt. Gegen zwei weitere Angeklagte, die kurzfristig erkrankt sind, wird zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt. Die Prozesse gegen sechs geständige Angeklagte beginnen laut Gericht voraussichtlich Anfang 2019.

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