Kopftuchverbot für minderjährige Mädchen gefordert

epd-bild / Alabiso, Gustavo / Gustavo Alabiso

Mädchen mit muslimischem Kopftuch (Archivbild)

Mädchen mit muslimischem Kopftuch (Archivbild)

Die Menschenrechtsorganisation "Terre des Femmes" hat von der Bundesregierung ein gesetzliches Kopftuchverbot für minderjährige Mädchen an Bildungseinrichtungen gefordert.

Die Frühverschleierung konditioniere Mädchen in einem Ausmaß, dass sie das Kopftuch später nicht mehr ablegen können, erklärten Vertreter der Frauenrechtsorganisation. Die Verschleierung von Mädchen aller Altersstufen sei ein zunehmendes Phänomen in vielen Schulen und sogar im Kindergarten und stehe für eine Diskriminierung und Sexualisierung von Minderjährigen.

"Egal aus welchem Kulturkreis"

"Terre des Femmes" machte zugleich auf eine Unterschriftenaktion unter dem Titel "Den Kopf frei haben!" aufmerksam, mit der der Forderung nach einem gesetzlichen Verbot des Mädchenkopftuchs Nachdruck verliehen werden soll. Die Petition wird den Angaben zufolge unter anderem von der Schauspielerin Sibel Kekilli, Frauenrechtlerin Alice Schwarzer und dem Islamexperten Ahmad Mansour unterstützt. Auch Verbände wie der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte und der Berufsverband der Frauenärzte beteiligen sich an der Aktion.

"Das Kinderkopftuch ist für uns eine Kinderrechtsverletzung", sagte die Bundesgeschäftsführerin von "Terre des Femmes", Christa Stolle. Die Organisation fordere deshalb "ein faires Regelwerk - um nicht zu sagen Verbot -, um Mädchen die Chance zu geben, gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei aufwachsen und leben zu können - und wir fordern das für alle Mädchen, egal aus welchem Kulturkreis".

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