Kapitän der "Lifeline" in Malta erneut von Polizei befragt

epd-bild/Hermiine Poschmann/Mission Lifeline

Rettungsschiff "Lifeline"

Rettungsschiff "Lifeline"

Der Kapitän des deutschen Rettungsschiffs "Lifeline", Claus-Peter Reisch, ist am Freitag erneut von der maltesischen Polizei befragt worden. Das teilte der Gründer der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" dem epd mit.

Nach Angaben der Tageszeitung "Malta Today" (online) wird damit gerechnet, dass er gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf. Die anderen Besatzungsmitglieder des Schiffs traten die Rückreise nach Deutschland an.

Die "Lifeline" hatte erst am Mittwoch nach tagelangem Tauziehen die Erlaubnis erhalten, mit mehr als 230 Flüchtlingen in den Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta einzulaufen. Die maltesische Regierung kündigte an, die Aktivitäten von Seenotrettungsorganisationen bis zum Abschluss der Ermittlungen gegen den "Lifeline"-Kapitän zu unterbinden.

Registrierung der "Lifeline"

Laut "Malta Today" bedeutet dies, dass auch die beiden anderen im Hafen ankernden Schiffe die "Sea Watch 3" und "Seefuchs", bis auf weiteres nicht auslaufen dürfen.

Bei den Ermittlungen soll es um die Registrierung der "Lifeline" gehen. Sie fährt unter niederländischer Flagge. Den maltesischen Behörden zufolge bestehen daran jedoch Zweifel. Die "Lifeline" sei zudem als Privatschiff angemeldet, das nicht zum Personentransport zugelassen sei. Eine solche Anmeldung sei für Schiffe unterhalb einer bestimmten Tonnage aber die Regel, zitierte "Malta Today" dagegen Personen aus dem Umfeld der Hilfsorganisation.

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