Museum Barberini zeigt "Gerhard Richter: Abstraktion"

epd-bild/Rolf Zoellner

Gerhard Richter im Museum Barberini In Potsdam

Gerhard Richter im Museum Barberini In Potsdam

Werke von Gerhard Richter, die teils noch nie öffentlich zu sehen waren, präsentiert das Potsdamer Museum Barberini von Samstag an.

Unter dem Titel "Gerhard Richter. Abstraktion" werden 92 Gemälde aus internationalen und privaten Sammlungen gezeigt, wie das Museum am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Der 86-jährige Maler zählt zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlern. Seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt Höchstpreise.

Die Potsdamer Ausstellung schlage den Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten Richters, erklärte Ortrud Westheider, Direktorin des Museum Barberini. Im Mittelpunkt stünden die abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers. Die Ausstellung ist bis zum 21. Oktober zu sehen.

Bilder stehen für sich

"Abstraktion ist ein roter Faden durch Richters Malerei", sagte Westheider. Durch kalkuliertes Einbeziehen des Zufalls nehme Richter die bewusste Steuerung des Malprozesses zurück. Er vermeide schöpferisches Pathos und Bedeutungen, die außerhalb der Kunst liegen. "Die Bilder wirken so durch sich selbst", sagte die Museumsleiterin.

Die Ausstellung zeige Richters Entwicklung von den schwarz-weißen Fotobildern und Farbtafeln über seine "Grauen Bilder" und "Vermalungen" bis hin zu den "Abstrakten Bildern". Die Bezeichnungen für seine Bilder wählte der Maler zumeist selbst.

Kurator der Ausstellung ist Dietmar Elger, Leiter des Gerhard Richter Archivs an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Er entwickelte die Schau in enger Abstimmung mit dem Künstler selbst, hieß es weiter. Geplant ist ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen, Konzerten und Filmen.

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